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E-Ladesäulen am Jachenauer Dorfladen: Jetzt will ein privater Betreiber einsteigen

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Von: Andreas Steppan

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Elektroauto an Ladesäule
Ein Elektroauto lädt an einer Ladestation © Julian Stratenschulte / dpa

In der Jachenau soll unterhalb des Dorfladens eine Ladesäule für Elektroautos entstehen. Zur Umsetzung dieses Vorhaben wurde nun im Gemeinderat eine unerwartete Wendung bekannt gegeben.

Update vom 20. November:

Jachenau - Eine Wendung gibt es beim Thema E-Ladesäule in der Jachenau. Wie Bürgermeister Klaus Rauchenberger in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete, hat sich nun ein Landsberger Unternehmer aus der Elektronikbranche gemeldet, der die Auto-Ladestation auf eigene Kosten errichten und anschließend selbst betreiben möchte.

Wie berichtet waren in den vergangenen Wochen verschiedene Varianten im Gespräch. Die Initiative für die Ladesäule war ursprünglich vom Unternehmen „17er Oberlandenergie“ ausgegangen. Dann hieß es: Damit für die Baukosten von rund 10.000 Euro staatliche Förderung in Höhe von 80 Prozent fließt, müsse die Gemeinde die Ladestation selbst errichten.

Die „Oberlandenergie“ hätte in diesem Fall als Betreiber Miete gezahlt. Jetzt möchte die Gemeinde das Angebot aus Landsberg prüfen und den Unternehmer zum Gespräch einladen. Unverändert blieb bei alldem nur der geplante Standort vor dem Dorfladen.

Der ursprüngliche Bericht vom 10. Oktober:

Jachenau - Wer mit dem Elektroauto durchs Sonnental führt, dem soll nicht der Saft ausgehen. Deswegen soll künftig unterhalb des Dorfladens eine Ladesäule stehen. Doch die Umsetzung dieses Vorhabens läuft nicht ganz so wie geplant.

Die Initiative zur Errichtung der Ladesäule ging wie berichtet vom Unternehmen „17er Oberlandenergie“ aus. Dieses wollte die Ladesäule ursprünglich selbst bauen und betreiben, die Gemeinde sollte nur einen Standort benennen. Jetzt aber berichtete Bürgermeister Klaus Rauchenberger in der Sitzung des Gemeinderats: „Auf ihren Förderantrag hat die ,17er Oberlandenergie‘ ein Ablehnungsschreiben bekommen.“ Staatliches Geld – immerhin 80 Prozent der Kosten in Höhe von 10 000 Euro – gebe es nur, wenn die Gemeinde die Säule baue und die Förderung beantrage.

Gemeinderäte wundern sich über das Vorgehen

Jetzt habe das Unternehmen vorgeschlagen, dass die Kommune das Projekt umsetzen soll. Damit sie dabei nicht auf den Kosten sitzen bleibt, sei vorgesehen, dass die „17er Oberlandenergie“ Miete für die Ladesäule bezahlt. Letztlich geht es um einen Betrag von 2000 Euro plus die noch nicht ermittelten Kosten für einen Stromanschluss.

Gemeinderat Josef Oswald wunderte sich: „Haben die das nicht vorher gewusst? Das wird ja nicht die erste Ladesäule sein, die sie bauen.“ Georg Kohlhauf wollte wissen, wer denn in anderen Gemeinden Ladesäulen baue. Aus Sicht von Georg Riesch jun. führt aber prinzipiell kein Weg an dieser Infrastruktur vorbei. „Das gibt es jetzt überall, das wird auch bei uns kommen.“

Gemeinde will nun erst einmal die genauen Kosten klären

Bürgermeister Rauchenberger schlug vor, vor einer Entscheidung erst einmal zu klären, wie teuer der Stromanschluss wäre und wie die Refinanzierung über eine Vermietung konkret laufen würde.

Zudem möchte er gerne wissen, ob sich an so einer Säule aus E-Bikes laden lassen. „Denn davon haben wir mehr in der Jachenau als E-Autos – auch wenn die immer mehr werden.“

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