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Landschaftlich reizvoll und für jeden geeignet sind die Jachenauer Loipen – wie hier entlang der Jachen. Diese Saison wurden rund 6500 Tickets verkauft, die Bilanz fällt positiv aus. 

Positive Bilanz auf den Jachenauer Loipen

Das letzte Langlaufparadies

Jachenau –  Die Wintersport-Saison fiel heuer allgemein bescheiden aus. Nur ein Ort zieht eine positive Bilanz: Im „Langlaufparadies“ Jachenau herrschten durchweg gute Bedingungen – und die Konkurrenz der anderen Loipen war schwach.

Deutlich mehr Grün als Weiß erblickte, wer am Freitag aus dem Fenster schaute – fast überall im Landkreis. Anders in der Jachenau: Dort spurte man noch einmal zumindest eine Loipe, nämlich die Vier-Kilometer-Runde beim „Dannerer“. „Skatingspur und klassische Loipe in gutem Zustand“ vermeldete die Internetseite der Gemeinde, und Rosmarie Fischer, Leiterin der Tourist-Info, bestätigte: „Wir haben eine geschlossene Schneedecke“ – zu einem Zeitpunkt, wo auf den meisten anderen Loipen im weiten Umkreis seit Wochen nicht an Wintersport zu denken ist.

Ob das Langlaufen auch noch an diesem Wochenende möglich ist, da hegte Fischer am Freitag aber noch so ihre Zweifel. „Wenn es tatsächlich Wind und Regen gibt wie vorhergesagt, kann die Schneedecke auch schnell weg sein.“ Aktuelle Infos sind für Langlauf-Freunde immer zugänglich: Im Winter fährt Fischer jeden Samstag- und Sonntagmorgen ins Rathaus, bespricht den Anrufbeantworter der Tourist-Info und aktualisiert die Homepage. An Wochentagen nimmt Fischer ab 7.30 Uhr die vielen telefonischen Anfragen zu den Wintersportbedingungen entgegen. In jedem Fall ist das Langlaufen aktuell kostenlos. Werden sonst drei Euro pro Ticket oder 30 Euro für die Saisonkarte fällig, „verlangen wir jetzt nichts mehr“, so Fischer.

Die jetzt noch gespurte Runde ist ja auch nur ein kleiner Teil des „Langlaufparadieses“, mit dem die Jachenau Werbung macht. Insgesamt gibt es 40 Kilometer klassische Loipe und 35 Kilometer Skatingspur. Die Sportler kommen laut Fischer in erster Linie aus dem Landkreis sowie aus München. Die Jachenauer Loipen seien wegen der wenigen Steigungen „schön zum Laufen“, „für jeden“ geeignet und durch die Schlaufen landschaftlich abwechslungsreich, zählt Fischer die Vorzüge auf.

Speziell in diesem Winter zog es viele in die Jachenau, weil es anderswo nicht genug Schnee gab. „Letztes Wochenende war zum Beispiel noch mal sehr viel los.“ Auch mehrere Skiclubs, etwa aus Gaißach und Bad Tölz, seien diese Saison zum Trainieren in die Jachenau ausgewichen.

Und so ist die Jachenau einer der ganz wenigen Orte, die eine positive Wintersportbilanz ziehen können. Grob geschätzt seien etwa 6500 Tickets verkauft worden, so Fischer – etwa so viele wie im Vorjahr, obwohl damals die Loipen sogar von Weihnachten bis Ende Februar durchgehend befahrbar waren.

Finanziell halten sich Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde in etwa die Waage. Denn der Aufwand bei der Pflege der Loipen ist beträchtlich. Fischer: „Das Loipenspurgerät ist in der Saison jeden Tag sechs bis sieben Stunden unterwegs“ – besetzt mit einem Freiberufler oder einem Gemeindearbeiter.

Andreas Steppan

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