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Straßenbauamt

Macht die Zauneidechse den Bau des Jachenauer Radlwegs teurer?

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Darum muss beim Jachenauer Radwegbau ein Zaun für die Reptilien aufgestellt werden.

Jachenau – Macht der Schutz der Zauneidechse tatsächlich den Bau des Radwegs Lenggries-Jachenau teurer? Dies hatte in der Jachenauer Bürgerversammlung Altbürgermeister Kaspar Danner kritisiert. Auf Rückfrage des Tölzer Kurier erklärt dazu Martin Herda vom Staatlichen Bauamt Weilheim: „Die zusätzlichen Kosten, die zum Schutz der Fauna und Flora notwendig sind, nimmt der Freistaat gerne in Kauf.“

Wie der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter erörtert, ist der Schutz der Zauneidechse im landschaftspflegerischen Begleitplan für den Radwegbau vorgesehen. Demnach ist die nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Reptilienart im Böschungsbereich entlang der Staatsstraße nachgewiesen. Damit die Tiere durch die Bauarbeiten nicht gefährdet werden, wird laut Herda auf etwa einem Drittel der vier Kilometer langen Strecke des ersten Bauabschnitts zwischen Rehgraben und Tannern ein 20 bis 30 Zentimeter hoher Zaun mit Überkletterschutz aufgestellt. Als die Bauarbeiten vergangenen Herbst begannen, sei das noch nicht nötig gewesen, da die Zauneidechse da schon nicht mehr aktiv war. „Zusätzlich ist auch noch eine qualitative Verbesserung der Böschung als Lebensraum gefordert“, ergänzt Herda. Das heißt, dass der Bereich zum Beispiel mit Steinen oder Wurzelstöcken so gestaltet wird, dass sich die Reptilien dort wohlfühlen.

Dass es von Seiten der Gemeinde Kritik daran gibt, kann Herda nicht verstehen. Schließlich müsse nicht die Kommune für die Maßnahmen aufkommen, sondern sie seien in den vom Freistaat getragenen Baukosten enthalten und fielen mit „einigen tausend Euro“ auch nicht sonderlich ins Gewicht.

Bürgermeister Georg Rieschs Kritik, der Eidechsenzaun hätte sich vermeiden lassen, wenn die Baufirma schon im Herbst fertig geworden wäre, lässt Herda ebenfalls nicht gelten. „Im Herbst hätten wir es auf keinen Fall schaffen können, den ersten Bauabschnitt fertigzustellen“, so der Abteilungsleiter. „Es war klar, dass sich die Baustelle noch über diesen Sommer erstreckt.“

Arbeiten gehen weiter

Laut Herda sollen die Arbeiten am Radweg dieser Tage wieder aufgenommen werden. „Es war eigentlich mit einer Verzögerung zu rechnen, aber jetzt ist der Schnee schneller geschmolzen als gedacht, und wir sind zeitlich gut aufgestellt“, sagt er. Bislang seien auf einer Strecke von zwei Kilometern auf der Trasse des Radwegs der Oberboden und die Vegetation abgetragen sowie Frostschutzmittel eingebracht worden. Heuer müsse das noch auf dem Rest der Strecke passieren, dann werde asphaltiert. Außerdem steht auf dem Teilstück der Bau zweier kleiner Brücken an.

Rieschs Äußerungen zum geplanten zweiten Bauabschnitt zwischen Niggeln und Schule stimmt Herda dagegen zu. Wegen Problemen bei den Grundstücksverhandlungen müssen die Planungen hier wie berichtet von der vorgesehenen Route mit zwei Überquerungen der Jachen abweichen. „Das wäre sicher die elegantere Lösung gewesen, als den Radweg zwischen Staatsstraße und Jachen zu quetschen“, sagt Herda. Dabei ist ein besonderes Problem, dass der Radweg auf einer sogenannten Auskragung teils über dem Bach verlaufen muss. Die dadurch entstehende Verdunkelung des Flusses mit ihren Auswirkungen auf den Lebensraum von Pflanzen und Fischen werde von Seiten der Wasserwirtschaft nicht gern gesehen. Riesch hatte wie berichtet an die Grundeigentümer appelliert, sich doch noch einen Ruck zu geben und durch einen Verkauf die ursprünglich angedachte Variante zu ermöglichen.

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Rubriklistenbild: © dpa / Lino Mirgeler

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