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Das zentrale Projekt der Dorfentwicklung: So soll die Jachenauer „Post“ nach dem Umbau aussehen.

Dorfentwicklung

Mehr Mitte für die Jachenau

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Jachenau - Die Jachenau will ihr Zentrum stärken und bekommt dafür Unterstützung aus der Städtebauförderung. Der Umbau der „Post“ ist dabei nur ein Baustein.

Die Gemeinde Jachenau umfasst 27 Ortsteile, verteilt auf 129 Quadratkilometer Fläche. Einem „Zentrum“ am nächsten kommt dabei noch der Ortsteil Dorf, wo es mit „Post“, „Schützenhaus“ und Gasthaus Jachenau immerhin drei Wirtschaften gibt, daneben die Kirche St. Nikolaus und den Dorfladen. Diesen Ortsmittelpunkt zu stärken, ist eines der großen Projekte der Gemeinde.

Dafür wurde die Jachenau ins „Städtebauförderprogramm“ aufgenommen. Offiziell heißt der Fördertopf, den der Bund und der Freistaat finanzieren, „Ort schafft Mitte“. Wie der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber jetzt mitteilte, wurden der Jachenau für heuer 120 000 Euro aus dem Programm bewilligt.

Wofür die Gemeinde die Fördermittel im Einzelnen abruft, steht laut Bürgermeister Georg Riesch noch nicht fest. Gebrauchen kann die Gemeinde das Geld auf jeden Fall: etwa beim größten und unmittelbar anstehenden Schritt der Dorfentwicklung, dem Umbau der „Post“. Dass die Gemeinde das leer stehende Gasthaus gekauft hat, war auch der Ausgangspunkt für alle Überlegungen zur Ortsmitte. „Es war uns als Gemeinde sehr wichtig, die Entwicklung des Ortskerns selbst in der Hand zu haben“, sagt Riesch. Voraussichtlich im August beginne der Umbau eines Gebäudeteils: Tourist-Info und Gemeindeverwaltung inklusive Sitzungssaal des Gemeinderats sollen hierher umziehen und damit das neue Herz des Dorfs bilden. Mittel aus der Städtebauförderung seien hier aber nur für den touristischen Part möglich, so Riesch.

„Als weitere Stärkung für den Ortskern sehe ich, dass sich die Raiffeisenbank mit einem Geldautomaten und einem Beratungsbüro in der ,Post‘ eingemietet hat“, sagt der Bürgermeister. Wie berichtet, schließt die Raiffeisenbank die Geschäftsstelle in Laich Ende Juli. Mit dem Umzug wird das Dorf auch zum Mini-„Bankenzentrum“, denn auch die Sparkasse hat hier ihre Filiale und einen Geldautomaten.

Später sollen in der „Post“ – die derzeit etwa 20 Asylbewerbern Obdach bietet – auch ein Bistro und Fremdenzimmer entstehen. Rund um das Gebäude gibt es noch weitere Pläne und Gedankenspiele. An der Nordseite ist etwa eine Freifläche denkbar, die als Dorfplatz für Veranstaltungen und Standkonzerte nutzbar sein könnte. „Ein Privatunternehmer überlegt, eine Hackschnitzelheizung und ein Nahwärmenetz für den Dorfbereich zu bauen“, informiert Riesch. Die Gemeinde stehe dem positiv gegenüber. „Holz genug haben wir ja.“

Ein weiteres Ziel ist es, Barrierefreiheit im Dorf herzustellen. „Es gibt Engstellen, wo es selbst für Radfahrer nicht ganz einfach ist“, sagt Riesch. Das Kopfsteinpflaster auf dem teils sehr schmalen Gehweg und die Treppe zum Dorfladen seien Punkte, die man für die Bedürfnisse Behinderter verbessern könnte. Außerdem denkt der Bürgermeister an kleine Infrastruktur-Verbesserungen, etwa öffentliche Toiletten oder eine elektronische Infosäule, an der sich Radler und Wanderer schlau machen können.

Ein zentraler Punkt ist auch die Zukunft des Feuerwehrhauses. Es befindet sich ebenfalls im Ortsteil Dorf und platzt wie berichtet aus allen Nähten. Ein Umzug ins Raiffeisengebäude wäre eine von mehreren Optionen.

Riesch will Schritt für Schritt vorgehen und vor allem die Bevölkerung miteinbeziehen. Deswegen gibt es immer wieder Gespräche mit den Vereinen. Riesch: „Das Ganze ist ein Prozess für die nächsten fünf bis zehn Jahre.“

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