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Erschwerte Bedingungen für die Retter: Nach einem Unfall mit drei Schwerverletzten hätte der Rettungsdienst am Sonntag nicht zur Unfallstelle vordringen können – wäre die Mautstraße am Walchensee-Südufer nicht gesperrt worden.

Mautstraße kurzzeitig gesperrt

Nach Quad-Unfall am Walchensee: Kaum ein Durchkommen für den Rettungsdienst

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Wie so oft herrschte auch am Sonntag dichter Verlehr am Walchensee. Das hätte nach einem Unfall zwischen einem Quad und zwei E-Bikes schlimme Folgen haben können. 

Kochel am See/Jachenau– Am Walchensee gab es am Wochenende wieder einmal einen Besucheransturm. Als am Sonntag ein Quad-Unfall passierte, hätte die Überfüllung leicht zu einer kritischen Situation führen können.Für Alois Grünwald, Leiter der Wasserwacht Walchensee steht fest: „Hätten die Mitarbeiter der Staatsforsten die Mautstraße nicht gesperrt, dann hätte der Rettungsdienst die Unfallstelle nicht anfahren können.“ Dazu sei die Süduferstraße mit Autos zu verstopft gewesen.

Nach Angaben der Polizei wollte gegen 12.45 Uhr ein Münchner (33), der an einer geführten Quad-Tour teilnahm, auf dem Weg von Jachenau Richtung Einsiedl auf der Süduferstraße zwei Radfahrer überholen. Dabei übersah er zwei entgegenkommende E-Bike-Fahrer, eine Frau (59) und einen Mann (65) aus München. Das Quad prallte gegen beide E-Bikes, die Radler stürzten und verletzten sich schwer – ebenso wie der 33-Jährige, der mit dem Quad gegen einen massiven Zaunpfosten prallte.

Weil Rettungsdienst nicht durchkam: Verletzte Radlerin per Boot abtransportiert

Vergleichbare Probleme bei der Anfahrt des Rettungsdienstes hatte es bereits bei einem schweren Unfall vor zwei Wochen gegeben. Eine Urlauberfamilie aus Sachsen war zwischen Niedernach und Einsiedl mit dem Fahrrad unterwegs, als die fünfjährige Tochter bei einem Schwenk nach links gegen das Fahrrad der Mutter stieß. Die 41-Jährige stürzte und geriet unter die Räder eines Anhängers an einem entgegenkommenden Gespann. Rettungswagen setzten sich von Lenggries, Kochel und Garmisch-Partenkirchen aus in Bewegung – kamen aber im dichten Verkehr nur langsam voran. Als erstes vor Ort war deshalb ein Rettungshubschrauber aus Innsbruck.

Schließlich musste man sich damit behelfen, dass die Wasserwacht die Frau mit dem Boot zur Wasserwachtstation nach Niedernach brachte, wo sie in den Hubschrauber verladen wurde.

Rudolf Plochmann, Chef des Tölzer Forstbetriebs, hatte am Montag, als ihn der Tölzer Kurier darauf ansprach, noch nichts von dem Quad-Unfall am Sonntag gehört. Grundsätzlich lobte er, dass die Mitarbeiter „in dieser speziellen Situation die notwendige Entscheidung getroffen“ hätten.

Richtung Walchensee herrschte schon am Vormittag stehender Verkehr

Nach Grünwalds Beschreibung herrschte am Sonntag ab dem Vormittag stehender Verkehr bei der Anfahrt Richtung Walchensee. Vom Südufer weg habe sich der Verkehr auf der B 11 bis über Urfeld hinaus zurückgestaut. „Es war gar nicht so brüllend heiß – aber vielleicht war es garade die Kombination, dass man sowohl baden als auch wandern konnte.“

Um die Verkehrsprobleme am Walchensee in den Griff zu bekommen, wurde wie berichtet im Walchensee-Workshop eine Reihe konkreter Vorschläge erarbeitet, etwa ein Parkleitsystem oder Shuttlebusse. Wie steht es um die Umsetzung? Das Landratsamt teilt dazu mit: „Grundsätzlich wird das Thema intensiv bearbeitet, aber auch kurzfristige Maßnahmen müssen wohlüberlegt und auf verschiedensten Ebenen und über Gemeindegrenzen und behördenübergreifend abgestimmt werden.“ Der Jachenauer Bürgermeister Georg Riesch will in der Gemeinderatssitzung an diesem Dienstag (19.30 Uhr, Rathaus) über den Sachstand berichten und wollte am Montag nicht vorgreifen. Dieser Sommer und speziell die Lage am Sonntag hätten „gezeigt, dass unbedingt gehandelt werden muss“, sagte er. „Und wir sind da auf dem richtigen Weg.“

Akute Themen am Walchensee: Verbotene Feuer und Verstöße gegen Nachtparkverbot

Plochmann vom Forstbetrieb setzt kurzfristig Hoffnungen auf den Einsatz von Rangern am Walchensee. „Sie könnten die Situation mit den Feuern entschärfen.“ Weil verbotenerweise gegrillt und Lagerfeuer entzündet würden, bestehe Waldbrandgefahr. Wichtig ist aus Plochmanns Sicht zudem, das Nachtparkverbot durchzusetzen. Die Tatsache, dass Wohnmobile schon seit der Nacht am Ufer stünden, verschärfe sich die Parkplatzsituation bereits von morgens an. 

Aus diesen Gründen haben sich die Gemeinden Jachenau und Kochel am See zusammen getan und Lösungen ausgearbeitet. Der Jachenauer Bürgermeister droht mit extremen Konsequenzen für Touristen am Walchensee

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