1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Jachenau

Neue Parkautomaten: Zahlungsmoral gut, vereinzelt aber Vandalismus

Erstellt:

Von: Christiane Mühlbauer

Kommentare

Die Parkautomaten in Kochel stehen seit Mitte Oktober.
Die Parkautomaten in Kochel stehen seit Mitte Oktober. © Mühlbauer

Das Aufstellen von Parkautomaten hat im Sommer 2021 für hitzige Diskussionen gesorgt. Am Walchensee sowie in Lenggries und Benediktbeuern wurde an einigen Stellen erstmals eine Gebühr erhoben. Wie hat es sich nun eingespielt?

Kochel am See/Jachenau/Lenggries/Benediktbeuern –„Die Zahlmoral ist eigentlich gut“, sagt Jachenaus Bürgermeister Klaus Rauchenberger und vermutet: „Die Leute sind es mittlerweile gewohnt, dass sie an Ausflugszielen eine Parkgebühr entrichten müssen.“ Die Mitarbeiter vom Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland (KDZ) würden das Parken regelmäßig überwachen. Beschwerden seien anfangs vor allem von Wohnmobilfahrern gekommen, von Autofahrern „eher nicht“, sagt der Bürgermeister. Jetzt sei es jedoch „ziemlich ruhig geworden“ bei diesem Thema.

Vandalismus in Jachenau

Ärgerlich sei, dass mehrere Male Vandalismus gab. „Die Automaten wurden beschmiert oder die Schlitze verstopft“, klagt Rauchenberger. Bei einem ging gar die ganze Technik kaputt – die Reparatur kostet die Gemeinde 1300 Euro. „Das war sehr, sehr ärgerlich“, sagt der Bürgermeister. Die Täter seien schwer zu finden.

Technisch liefen die Automaten weitestgehend ohne Störung. „Nur einer machte Probleme mit der Funkverbindung, die man bei der Kartenzahlung braucht.“ Zudem habe es Klagen von einigen Österreichern gegeben, weil man mit einem bestimmten EC-Kartenmodell aus dem Nachbarland nicht bezahlen könne. „Da können wir aber nichts machen“, sagt Rauchenberger. Ausdrücklich lobt er die Gäste, die daraufhin zurück zum Mauthäuschen fuhren, um sich Geld wechseln zu lassen. „Das war wirklich korrekt“, dankt er. In einer Mail ans Rathaus hätten einige Österreicher dann von dem Problem berichtet.

Rund 18.000 Betätigungen in Kochel

Auch am Nachbarufer, in der Gemeinde Kochel am See, berichtet Bürgermeister Thomas Holz, dass die neuen Automaten gut angenommen werden. Wegen verschiedener Verzögerungen auf Seiten der Hersteller stehen sie dort erst seit Mitte Oktober. „Seither gab es rund 18 000 Betätigungen“, sagt Holz. Zwei, drei technische Probleme seien schnell behoben gewesen. „Wir merken, dass die Zahlungsbereitschaft allgemein sehr hoch ist“, freut er sich. Auch in Kochel sind die Mitarbeiter des KDZ regelmäßig unterwegs und verteilen, wenn erforderlich, Knöllchen. „Die Zahl war jedoch verhältnismäßig gering“, sagt Holz. Mittlerweile gebe es auch nur noch wenige Beschwerden über das Aufstellen der Automaten. „Wir versuchen, jedem Bürger zu antworten und die Hintergründe zu erklären.“

Bezahlen mit App: Probleme in Benediktbeuern

Von einer ähnlich reibungslosen Situation berichtet Benediktbeuerns Bürgermeister Toni Ortlieb. „Es ist gut angelaufen, es gibt keine Beschwerden mehr und keine Rückfragen.“ Bei den Knöllchen liege man „im Mittelfeld“, hat Ortlieb vom KDZ erfahren. Was in Benediktbeuern noch nicht funktioniert, ist das Bezahlen mit App. „Parknow wurde an EasyPark verkauft, und uns wurde gesagt, dass wir mitten in der Umstellungs- und Freischaltungsphase gelandet sind“, berichtet Ortlieb. „Wir stehen in Kontakt mit dem Unternehmen und wollen, dass es ab dem Frühjahr funktioniert.“ Vorfälle mit Vandalismus an den Automaten gab es in Benediktbeuern nicht. „Auch nicht bei den neu aufgestellten Toiletten“, freut sich Ortlieb.

Kaum noch Beschwerden in Lenggries

In Lenggries könne man mit der App bezahlen, berichtet Bürgermeister Stefan Klaffenbacher, auch wenn es vereinzelt Probleme mit der Netzabdeckung gebe. „Schwierig ist nur, wenn jemand an Ort und Stelle auch noch die App herunterladen muss. Da reicht das Netz oft nicht mehr“, weiß er. Ansonsten gebe es im Gemeindegebiet keine Probleme mit den Automaten. „Die Anzahl der Strafzettel ist überschaubar“, sagt Klaffenbacher. „Wir hören auch, dass die Leute dankbar sind, dass Parkplätze nun hergerichtet sind.“ Die Jahresparkkarte für Einheimische werde gut angenommen. „Auch die Zahl der Beschwerden ist zurückgegangen“, berichtet der Bürgermeister.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare