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Das Jachenauer Schützenhaus soll einen neuen Pächter erhalten – spätestens Anfang 2019. 

Personalwechsel

Pächter fürs Jachenauer Schützenhaus gesucht

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Für das Jachenauer Schützenhaus wird ein neuer Pächter gesucht. Erste Gespräche mit Bewerbern wurden bereits geführt, bestätigt Josef Orterer auf Nachfrage. Er ist der Sprecher der vier Jachenauer Vereine, denen die Ausflugsgaststätte gehört.

Jachenau –  „Ja, wir suchen einen neuen Wirt“, sagt Orterer. Deshalb halte man derzeit auf einer Immobilien-Plattform im Internet nach Interessenten Ausschau. Die Suche sei „völlig stressfrei“, sagt der Jachenauer. Der Pachtvertrag mit dem derzeitigen Wirt Michael Herrmann laufe noch bis Ende Februar 2019. Sollte man einen geeigneten Nachfolger finden, so werde man den Vertrag aber früher auflösen.

Sein vorzeitiger Abschied aus der Jachenau habe rein private Gründe, sagt Herrmann auf Nachfrage. Er hatte das Schützenhaus im Sommer 2016 von Michaela und Florian Durach übernommen. „Es war eine sehr schöne Zeit in der Jachenau, aber jetzt will ich mich räumlich verändern“, sagt Herrmann. Eine Übergabe an einen Nachfolger sollte seiner Meinung nach idealerweise im laufenden Betrieb erfolgen. Am besten komme dafür die Zeit nach Ostern in Frage. Sollte sich bis dahin niemand finden, dann wäre Herrmann auch nicht abgeneigt, „noch eine schöne Sommersaison mitzunehmen“.

Das Schützenhaus ist ein Veranstaltungsort, der von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt wird. Der große Saal ist ideal für Hochzeiten, Heimatabende, Theateraufführungen und das beliebte Herbstsingen. „Wir wollen dieses dörfliche Leben unbedingt aufrechterhalten“, sagt Orterer. Wie sehr ein geeigneter Saal in einem Dorf vermisst werde, sehe man derzeit in Gaißach. Wie berichtet hatte dort der „Jägerwirt“ mit seinem großen Saal zum Jahresende geschlossen.

Das Jachenauer Schützenhaus ist in der gemeinsamen Hand von Schützengesellschaft, Trachtenverein, Skiclub und Tourismusverein. Orterer ist als Schützenmeister auch der Sprecher der vier Vereine. „Wir sind auf die Pachteinnahmen angewiesen, um den Unterhalt für den Saal und die Gaststätte bestreiten zu können“, sagt er. So habe man erst in dieser Woche eine neue Brandmeldeanlage für 7000 Euro einbauen lassen. Die vorhandene Anlage sei zwar noch funktionstüchtig, aber nicht mehr zugelassen gewesen. Orterer bedauert, dass es immer schwieriger werde, die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Aber: „Wir haben uns vorgenommen, diesen Saal zu erhalten. Deshalb ziehen alle an einem Strang.“ Ein wesentlicher Antrieb sei auch, dass „noch kein Euro der öffentlichen Hand in das Schützenhaus geflossen ist“.

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