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Die Kurve im Jachenauer Ortskern ist eine Engstelle, an der parkende Autos öfter Probleme machen.

Straßenverkehr

Parker an die richtigen Stellen lenken

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Wanderer, Radler, Langläufer: Die Jachenau freut sich über die vielen Erholungsuchenden, die kommen, hat aber im Dorfbereich Probleme mit den parkenden Autos. Dieser Lage will man jetzt mit einer Doppelstrategie begegnen.

Jachenau– Die Jachenau hat große landschaftliche Reize und ist als Ausflugsziel beliebt. Die meisten Erholungsuchenden reisen mit dem Auto an. Die Parkplatznot ist ein Problem, das sich längst nicht mehr auf das Walchensee-Südufer beschränkt, auch nicht auf wenige schöne Wochenenden im Jahr.

„Vor zehn Jahren war es ab und zu im September und Oktober in der Wandersaison so“, sagte Bürgermeister Georg Riesch in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Mittlerweile kommen viele, sobald der Schnee weg ist – und im Winter kommen sie zur Langlaufloipe.“ Kurz: Praktisch das ganze Jahr über rollen die Autos an und brauchen Platz zum Parken. Die Strategie, auf die sich der Gemeinderat nun einigte: an einigen problematischen Stellen das Parken verhindern, im Gegenzug aber auch neue Parkmöglichkeiten schaffen.

„Wir leben von den Gästen und machen Reklame, dass sie zu uns kommen“, sagte Riesch. Deswegen könne es nicht darum gehen, sie mit drakonischen Strafen zu vergraulen. „Wir müssen für die kniffligen Stellen Lösungen finden und gleichzeitig Stellen schaffen, wo wir die Autofahrer hinlenken können“, brachte es Gemeinderat Klaus Stock auf den Punkt. Schwierigkeiten gibt es vor allem dadurch, dass Autos im Dorfbereich am Straßenrand abgestellt werden und es dort dann ziemlich eng wird. In der scharfen Kurve im Ortskern zwischen Schützenhaus und „Post“ ist dadurch manchmal das Durchkommen schwierig. Besonders brisant ist es, wenn die Feuerwehr kaum noch aus ihrer Ausfahrt kommt.

Zur Klärung der Rechtslage hatte der Gemeinderat den Polizisten Siegi Halemba eingeladen. Er stellte klar: „Im geschlossenen Ortsbereich darf man überall auf der Straße parken, solange eine Restdurchfahrbreite von drei Metern bleibt.“ Davon ausgenommen seien Kurvenbereiche. Was die vorgeschriebene Restdurchfahrtbreite betrifft, räumte Halemba ein: „Mir ist klar, dass die drei Meter für viele landwirtschaftliche Maschinen nicht reichen.“ Außerhalb geschlossener Ortschaften sei das Parken an der Straße generell verboten. „Das Auto darf dort nicht auf der Fahrbahn stehen – auch nicht mit zwei Rädern oder einem“, sagte Halemba.

Tenor im Gemeinderat war nun, dass man mit dem Landratsamt abklären will, wo Park- oder Halteverbotsschilder aufgestellt werden können – gedacht ist vor allem an die Kurve sowie den Bereich gegenüber der Feuerwehrhausausfahrt. Die dann getroffenen Regelungen will man vom Zweckverband überwachen lassen.

Abstand nahm das Gremium von der Idee, mit einem kleinen, etwa 50 Zentimeter hohen Zaun entlang der Straße von der „Post“ bis zum ehemaligen Rathaus zu verhindern, dass die Autos auf dem Fußweg parken. So einen Zaun hatte es laut Riesch früher schon einmal gegeben. Er war aber nach Beschädigungen sukzessive abgebaut worden. Halemba hatte klargestellt, dass die Autos durchaus neben dem Zaun parken dürften – auch keine Variante, die den Gemeinderäten behagte. Die Abgrenzung soll nun lediglich auf einem 50 Meter langen Stück im Dorf bis zum ehemaligen Café Pfund errichtet werden, weil dort oft bis nahe an die Zufahrt und in den Hofraum hinein geparkt wird.

Parallel sollen weitere Parkmöglichkeiten entstehen. „Wir sollten auf die Grundstücksbesitzer im Dorf zugehen und mit ihnen reden, ob auf ihrem Grund entweder wir als Gemeinde Parkplätze einrichten können oder sie selbst einen betreiben wollen.“ Bedarf sieht Kohlhauf im gesamten Bereich von Setzplatz/Rechen bis zur alten Gemeinde. Erste solche Gespräche habe er schon geführt, berichtete Riesch. „Da schreit nicht gleich jeder Hurra, aber es blockiert auch nicht jeder.“

Jost Gudelius regte an, die Parkplätze an der Schule und am Wertstoffhof zu „optimieren“ und den Ausflüglern anzubieten. Bürgermeister Riesch befürwortete, „dass wir da mit gutem Beispiel vorangehen“.

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