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Die „Freya“ ist 17 Meter lang und wiegt 13 Tonnen. Das Schiff hat jetzt zwar einen Motor, aber als Attraktion müssen die Passagiere auf den zwölf Ruderbänken mit anpacken.

Präsentation auf dem Chiemsee

„Wickie-Schiff“ schippert wieder

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Das „Wickie“-Schiff vom Walchensee sticht wieder in See: Seit Freitag ist es auf dem Chiemsee im Einsatz. Nach den Dreharbeiten für die Filme von Bully Herbig wurde es nach Rosenheim verkauft.

Prien am Chiemsee/Walchensee/Jachenau– Angekündigt war es schon länger, jetzt ist es Realität: Die „Freya“, das Kulissen-Schiff für die Filme „Wickie und die starken Männer“ (gedreht 2008) sowie „Wickie auf großer Fahrt“ (gedreht 2010) von Bully Herbig, schippert nun über den Chiemsee. Heimathafen ist das Schramlbad in Prien. Betreiber des Schiffs ist die „Chiemsee-Erlebnis GmbH“.

Mehrere Monate lang wurde das 17 Meter lange und fünf Meter breite Schiff wieder seetüchtig gemacht. „Das Genehmigungsverfahren für den Betrieb des ungewöhnlichen Schiffs war langwierig, aber es fand am Ende einen positiven Abschluss“, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter anderem habe sich Heimatminister Markus Söder (CSU) dafür eingesetzt.

Rudern wie ein Wikinger: Jachenaus Bürgermeister Georg Riesch neben der Journalistin Katrin Detzel.

Das Schiff ist jetzt mit einem Motor ausgestattet. Er dient aber hauptsächlich zum An- und Ablegen, denn die Passagiere müssen an den zwölf Ruderbänken selbst mit anpacken, ebenso beim Navigieren, Steuern, Loten und Ankern. Auf der „Freya“ ist Platz für 40 Personen. Eine Fahrt dauert zwei Stunden. „Bereits jetzt erfährt das Schiff eine rege Nachfrage von Firmen“, sagt Pressesprecherin Rosi Raab.

Bei der Jungfernfahrt war am Freitag auch Jachenaus Bürgermeister Georg Riesch dabei. Für eine Stellungnahme war er telefonisch leider nicht zu erreichen. In der Jachenau hatte das Schiff zuletzt gelegen. Eine Inbetriebnahme auf dem Walchensee war 2012 mangels TÜV-Abnahme und wasserrechtlicher Genehmigung untersagt worden. Von den Filmen ist nur das Kulissendorf Flake am Walchensee geblieben

Die für den Film zuständige Produktionsfirma entschied sich dann, das Schiff zu verkaufen. „Kollege Riesch und ich haben gemeinsam entschieden, es nicht zu kaufen, weil die Summe einfach zu hoch war“, sagte Kochels Bürgermeister Thomas Holz auf Anfrage. Das Schiff wurde nach Rosenheim verkauft, wo 2016 im Lokschuppen eine Wikinger-Ausstellung stattfand. Der Transport erregte überregional Aufmerksamkeit. Rasch entstand in Rosenheim die Idee, „Freya“ fahrtauglich zu machen.

Holz freut sich, dass das Schiff erhalten wurde, und dass es nun am Chiemsee auf die Dreharbeiten am Walchensee hinweist. Weil der Walchensee eine Trinkwasserreserve der Stadt München ist, ist dort keine Motorschifffahrt erlaubt.

Das Filmdorf Flake stand einst an der Sachenbacher Bucht (Gemeinde Jachenau), wurde dann von der Gemeinde Kochel gekauft und in der Ortschaft Walchensee aufgestellt. „Es erfreut sich sehr großer Beliebtheit“, sagt Holz. „Es kommen auch nach all den Jahren immer noch Leute, die sich das Dorf ganz gezielt anschauen wollen. Wir haben viele Anfragen für Führungen.“ Wie gut sich „Freya“ im Chiemsee macht, will sich Holz in Kürze selbst anschauen: „Wir machen mit der Familie einen Ausflug dorthin.“

Am Walchensee wurden schon mehrere Wikingerfilme gedreht. Hier ein Überblick über die Geschichte.

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