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Mountainbiker: Gemeinde Jachenau appelliert an Vernunft

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Jachenau – Ein „heikles Thema“ brachte Bürgermeister Georg Riesch auf die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Immer wieder erreichen den Rathauschef Beschwerden über Mountainbiker, die selbst auf schmalsten Steigen unterwegs sind. 

Guter Rat ist hier teuer: Die Gemeinde möchte jetzt mit Schildern an die Vernunft der Radler appellieren.

Das Thema wird eigentlich in allen Isarwinkler Gemeinden diskutiert. Selbst der Kreistag befasste sich bereits damit. Im November wurde eine Machbarkeitsstudie Mountainbiken in Auftrag gegeben (wir berichteten). Ein Ziele der Studie ist es, alle Beteiligten an einem Runden Tisch zusammenzubringen: zum Beispiel Grundeigentümer, Almbauern, Forstbetrieb und private Waldbesitzer, Gemeinden und natürlich auch Mountainbiker sowie gewerbliche Touren-Anbieter. Das Motto lautet hier: Mehr miteinander als übereinander sprechen. Es geht in der Studie aber auch um das touristische Potenzial des Bergradelns, um die Möglichkeiten für Gemeinden, eigene Moutainbikestrecken auszuweisen, aber auch um naturschutzrechtliche Belange. Mitte des kommenden Jahres soll es Ergebnisse geben.

Ganz ausschließen – da war sich der Jachenauer Gemeinderat einig – wolle man die Biker natürlich nicht, schließlich sind Radler auch ein touristischer Faktor. „Es soll nicht so rüberkommen, dass man in der Jachenau nicht mehr radeln darf“, betonte Jost Gudelius jun. „Es geht nur darum, bestimmte Bereiche zu schützen.“

Im Auge hat die Gemeinde hier vor allem die Steige, die bei Wanderern beliebt sind – und auf denen es immer wieder zu Nutzungskonflikten kommt. Als Beispiel nannte Riesch den Weg auf den Staffel. „Es gibt Wanderer, die sich belästigt fühlen, aber auch Grundeigentümer beschweren sich“, so Riesch.

Da es rechtlich vermutlich keine Möglichkeit gibt, die Radler von Wegen fernzuhalten, wollen es die Jachenauer nun mit einem Appell an die Vernunft versuchen. Auf ausgewählten Steigen, die sehr schmal oder sehr steil sind, sollen Hinweisschilder aufgestellt werden mit der Aufschrift: „Achtung! Dieser Weg eignet sich nicht für Radfahrer.“

„Dass man die Leute damit aufmerksam macht, finde ich nicht so schlecht“, sagte Korbinian Oswald. „Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.“ Auch Nikolaus Rauchenberger plädierte dafür, die Schilder aufzustellen: „Es wäre doch interessant zu sehen, was passiert.“ Nun soll gemeinsam überlegt werden, welche Steige beschildert werden sollen. Zudem will Riesch die Aktion mit dem Tölzer Forstbetrieb und dem Landratsamt abstimmen.

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