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Einen Überblick über die wichtigsten Themen der Gemeindepolitik gab Bürgermeister Georg Riesch am Sonntag vor rund 80 Interessierten im „Schützenhaus“. Wortmeldungen von Seiten der Bürger gab es nur wenige. 

Bürgerversammlung

Jachenauer Vision: Radweg über dem Wasser

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Rathauschef Georg Riesch berichtete in der Jachenauer Bürgerversammlung von neuen Entwicklungen bei den größten Gemeindeprojekten - unter anderem über ein Problem und eine mögliche Lösung beim Radwegbau.

Jachenau– Eine Reihe von Neuigkeiten hatte Bürgermeister Georg Riesch am Sonntag in der Jachenauer Bürgerversammlung in petto. Vor den rund 80 Zuhörern im „Schützenhaus“ nannte er zum Beispiel erstmals den Termin für den Umzug der Gemeindeverwaltung in die „Post“, berichtete von Fortschritten und Rückschlägen beim geplanten Radwegbau und erläuterte eine einschneidende Veränderung für die örtliche Schule. Hier einige Punkte aus Rieschs umfassendem Rechenschafsbericht:

Radweg: Problembeim Grunderwerb

Für den lang ersehnten Radweg zwischen Lenggries und der Jachenau soll heuer im Spätsommer oder Herbst Baubeginn sein, kündigte Riesch an. Als erster Bauabschnitt solle das Teilstück von Rehgraben bis zur Einfahrt Raut in Angriff genommen werden. Wie berichtet übernimmt der Freistaat die Baukosten, während die Gemeinde für Grunderwerb und Planung aufkommen muss.

Anhand eines Beispiels erläuterte Riesch, wie aufwendig die Radwegplanung ist. So habe man allein 900 Quadratmeter als Ausgleichsfläche nachweisen müssen, um Ersatz an Lebensraum für die Zauneidechse zu schaffen.

Ein Problem gibt es laut Riesch ausgerechnet beim Abschnitt von der Niggelbrücke bis Dorf, der als Schulweg beziehungsweise Weg zum Sportplatz besonders wichtig sei. Hier sei auf einem Teilstück die Planung am Grunderwerb gescheitert. „Jetzt wird geschaut, wie man dort eine straßenbegleitende Lösung hinbekommt“, so der Bürgermeister. Denkbar sei etwa eine sogenannte Auskragung. Das würde bedeuten, dass der Radweg auf einer Art Schiene über den Rand der Jachen verläuft.

Rathaus zieht von7. bis 14. Mai um

Nach Verzögerungen beim Umbau des ehemaligen Gasthofs Post ist der erste Bauabschnitt, der die künftigen Räume der Gemeindeverwaltung und der Tourist-Info betrifft, mittlerweile fertig. Den Betrieb aufnehmen wird das neue Rathaus am 15. Mai, gab Riesch bekannt. Die Zeit von 7. bis 14. Mai sei für den Umzug eingeplant. „Der zweite Bauabschnitt für Hotel und Café läuft gut. Wann dort der Betrieb aufgenommen wird, können wir noch nicht genau sagen“, so der Bürgermeister. Wenn das der Fall ist, solle es eine gemeinsame feierliche Einweihung geben.

Im jetzigen Rathaus sei nach dem Umzug der Gemeindeverwaltung eine Wohnung zu vermieten, erklärte Riesch. Den Vorschlag von Kreisbäuerin Ursula Fiechtner, die frei werdenden Räume für eine Senioren-Tagespflege zu nutzen, hat die Gemeinde demzufolge verworfen. „Das ist nicht sinnvoll, weil das Gebäude nicht barrierefrei ist“, sagte Riesch. „Aber das Thema Tagespflege haben wir trotzdem mit Sicherheit auf dem Schirm“, betonte er.

Jachenau bald ohneeigene Schulleitung

Die Jachenauer Grundschule wird ab Herbst keine eigene Schulleitung mehr haben. Wie Bürgermeister Riesch berichtete, geht die jetzige Rektorin Gabriele Fuchs zum Schuljahresende in den Ruhestand. „Und wir haben die Mitteilung bekommen, dass die Stelle der Schulleitung dann nicht neu besetzt wird“, so das Gemeindeoberhaupt. „Da sind wir natürlich hellhörig geworden und haben Briefe ans Schulamt und ans Kultusministerium geschrieben.“ Doch es bleibe dabei: Ab dem kommenden Schuljahr soll die Lenggrieser Grundschulrektorin Ursula Neff für die Jachenauer Grundschule mit verantwortlich sein. „Es wurde uns aber versprochen, dass an unserem Schulstandort nicht gerüttelt wird“, sagte Riesch. Trotzdem wertete er es als „beunruhigend, dass wir nicht mehr ganz eigenständig sind. Wir sind da sehr auf der Hut.“ Aktuell besuchen laut Riesch 25 Kinder die 1./2. Klasse der Ferdinand-Feldigl-Schule sowie 21 Mädchen und Buben die 3./4. Klasse.

Wertstoffhofseltener geöffnet

Der Bürgermeister kündigte an, dass die Gemeinde die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs deutlich einschränken werde. „Er ist mit der Einführung der Gelben Tonne weitgehend überflüssig geworden“, argumentierte er. Deshalb werde der Wertstoffhof künftig wohl nicht wie bisher jede Woche mittwochs und samstags öffnen, sondern „vielleicht nur noch einmal im Monat“. Genaueres sei noch festzulegen.

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