AfD-Eklat vor Sachsenwahl: Klage wegen Kandidatenliste gescheitert 

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Glückwunsch (v. li.): Bürgermeister Georg Riesch, Kreisbrandrat Alfred Schmeide und Kreisbrandmeister Anton Leeb gratulieren Andreas Happach für 25 Jahre Ehrenamt bei der Feuerwehr Jachenau. Mit ihm freuen sich auch Kommandant Andreas Demmel, Kassier Hans-Peter März und Zweiter Kommandant Anton Brandhofer.

Feuerwehr blickt zurück

Schneechaos in Jachenau: Alles andere als der Weltuntergang

Es war eine Ausnahmesituation und eine große Herausforderung. Doch der ausgerufene „Katastrophenfall“ im Januar bedeutet für die Jachenau keinen „Weltuntergang“. Im Rückblick in der Jahresversammlung der Jachenauer Feuerwehr wurde aber auch ein unangenehmerer Punkt angeschnitten. 

Jachenau – Die extremen Schneefälle in der ersten Januarwoche waren eine Herausforderung für die Feuerwehr Jachenau, die die freiwilligen Helfer gut gemeistert haben. Das wurde in der Hauptversammlung deutlich, in der Kommandant Andreas Demmel an die Einsätze während des Katastrophenfalls erinnerte. Bei dem fast einwöchigen Dauereinsatz habe die Wehr ihren Zusammenhalt unter Beweis gestellt, auch wenn es „einige Meinungsverschiedenheiten“ gegeben habe. Diese seien aber alle sachlich geklärt worden, sagte Demmel.

Eine der wichtigsten Aufgaben war es, die Straße am Walchenseesüdufer frei zu halten. So konnten zwei Lebensmittellieferungen erfolgen, „die von unserer Feuerwehr möglich gemacht und von der Feuerwehr Kochel mit deren Logistik-Fahrzeug durchgeführt wurden“, sagte Demmel. Auf diesem Wege habe ein Bürger außerdem eine Pelletslieferung erhalten, da ihm der Brennstoff ausgegangen war. „Durch die sehr gute Organisation und Hilfsbereit- schaft entstand in keiner Sekunde Panik in der Bevölkerung“, so der Kommandant.

Auf die Ausnahmesituation in der zweiten Kalenderwoche ging auch der neue Kreisbrandrat Alfred Schmeide ein. Beim ausgerufenen Katastrophenfall handle es sich nicht um den Weltuntergang, sondern um ein Hilfsmittel des Landkreises, das ein „Zusammenwirken aller Kräfte“ ermögliche.

Kein „Schneechaos“, sondern normale Wetterlage in der Jachenau

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Georg Risch dem langjährigen Kreisbrandrat Karl Murböck für die langjährige Zusammenarbeit und wünschte seinem Nachfolger einen guten Einstand. Zur Ausnahmesituation am Jahresanfang sagte Riesch, dass es sich um „eine normale Winterwetterlage in der Jachenau handelte“. Da der Schnee aber so schwer gewesen sei und die Staatsstraße gesperrt war, stand die Feuerwehr vor vielen Herausforderungen. Durch den Medienrummel wurde die Situation in der Jachenau laut Riesch zur Sensation aufgebauscht. „Das war für alle recht lehrreich.“

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Demmel ging in seinem Rechenschaftsbericht auch auf das geplante neue Feuerwehrhaus ein. Die entsprechenden Gespräche laufen. Jedoch solle mit dem Bau nichts überstürzt werden, da es sich um ein langfristiges Projekt handle.

Im vergangenen Jahr hatte die Wehr 51 Einsätze zu bewältigen – 27 davon von der First-Responder-Gruppe. Mit 21 technischen Hilfeleistungen, einer Sicherheitswache sowie zwei Bränden „war einiges geboten“, so Demmel.

„Die Übungsbeteiligung könnte besser sein“, merkte der Kommandant an. Er appellierte an alle, sich öfter aufzuraffen und zu versuchen, „auch andere mitzuziehen“. Die Abläufe müssten immer wieder geübt werden, „damit im Ernstfall alle Handgriffe sitzen“.

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Über einen guten Kassenstand berichtete Schatzmeister Hans Peter März. Die Vorstandschaft hatte angesichts der guten Finanzlage entschieden, dass jeder Teilnehmer der Hauptversammlung eine Mass Freibier erhält. Das Geld in der Feuerwehrkasse soll laut Kommandant Demmel nicht nur angehäuft werden, sondern für große Projekte wie Fahrzeuge oder das Gerätehaus angespart werden, „damit wir die Gemeinde finanziell unterstützen können“. 

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