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Ein Prosit auf ein gutes Miteinander (v. li.): Zweiter Schützenmeister Rudi Tiefenbrunner, Jakob Kohlhauf (Trachtenverein), Trachtenvereins-Vorsitzender Andreas Orterer, August Maerz von der Brauerei Reutberg, die neuen Pächter Hans und Ermerson Pohl, Hans Krinner (Brauerei-Gebietsvertreter) Petra Sc hwaab vom Tourismusverein Jachenau, Karl Kiefersauer (Vorsitzender SSC Jachenau) und Josef Orterer (Schützenmeister und Sprecher der Besitzervereine).  

Nach kleineren Sanierungsarbeiten

Jachenauer Schützenhaus: Neue Pächter nehmen heute Betrieb auf

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Das Jachenauer Schützenhaus samt Veranstaltungssaal ist für das Dorfleben essenziẹll. Umso glücklicher sind die Vereine, dass sich zwei neue Pächter gefunden haben. 

Jachenau – Hans und Ermerson Pohl heißen die neuen Pächter des Jachenauer Schützenhauses. Bereits am heutigen Dienstag ab 17 Uhr steht das Ehepaar erstmals hinter dem Tresen der Ausflugsgaststätte. Eine Eröffnungsfeier planen die Pohls für Freitag, 6. April.

Dabei wollten die beiden der Gastronomie eigentlich den Rücken kehren. Vor rund zwei Jahren wanderte Hans Pohl mit seinem Mann in dessen Heimatland Brasilien aus. 18 Jahre lang hatte er zuvor in Gießing das „Schönstüberl“ betrieben, er brauchte Abstand von der Gastronomie. Lang hielt es Hans Pohl aber nicht aus: „Nach zwei Monaten eröffneten wir eine Strandbar“, sagt der 49-Jährige und lacht.

Klingt traumhaft. Doch die Kriminalitätsrate in Brasilien war den Pohls zu hoch. Nach einem Überfall kehrten sie vor vier Monaten zurück nach Deutschland. Statt unter der Sonne Brasiliens arbeiten sie nun also im Sonnental – und freuen sich sehr darauf. Die beiden hatten sich auch für Objekte in Bad Tölz und Geretsried interessiert. „Die Jachenau gefiel uns aber am besten.“

Auf große Veränderungen müssen sich die Gäste nicht einstellen. „Es bleibt urig gut.“ Zwar wurde die Karte rundumerneuert, die Küche bleibt aber bayerisch. Außerdem machten die neuen Pächter gründlich sauber, ließen die Räume weißeln und die Küche renovieren. „Alles glänzt“, freut sich Hans Pohl. Neu ist, dass es künftig in der Hauptsaison keinen Ruhetag mehr geben wird. Außerdem bleibt die Küche künftig bis 21 Uhr offen. Noch suchen die Pohls übrigens Aushilfen für den Service sowie eine Bedienung in Festanstellung. „Wer Interesse hat, kann sich gerne im Schützenhaus melden“, betont Pohl.

Für Josef Orterer ist es vor allem wichtig, dass die neuen Pächter den zugehörigen Veranstaltungssaal künftig wieder mehr in den Mittelpunkt rücken wollen und zum Beispiel offen für Hochzeiten seien. „Der Saal ist für das Dorfleben essenziẹll, betont der Sprecher der vier Besitzervereine. Alle Veranstaltungen fänden dort statt, und auch für Ausflugsgäste sei das Schützenhaus enorm wichtig. „Wir sind froh und glücklich darüber, dass es weitergeht“, sagt Orterer im Namen von Schützengesellschaft, Skiclub sowie Trachten- und Tourismusverein.

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