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Chaos: An schönen Tagen gibt es zum Teil kein Durchkommen am Walchensee-Südufer.

Bilanz der Überwacher

Walchensee-Südufer: Kontrollen zeigen Wirkung

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Das große Park-Chaos am Walchensee-Südufer ist Ende der vergangenen Woche nicht nur wegen der hohen Gewitter-Gefahr ausgeblieben. „Durch die ständigen Kontrollen erzielen wir positive Effekte“, ist sich Thorsten Preßler, Außendienstleiter beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit, sicher.

Jachenau – Trotzdem sind die Probleme noch lange nicht gelöst. An schönen Ausflugstagen kommt es immer wieder vor, dass Falschparker die Rettungswege blockieren – auch wenn im vergangenen Jahr laut Preßler ein paar zusätzliche Parkplätze geschaffen worden sind.

Das Chaos ist zum Teil so groß, dass das bayerische Wirtschaftsministerium sogar die Kosten für ein Gutachten übernehmen würde (wir haben berichtet). Auf dessen Grundlage soll ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, womit die Gemeinde die Verkehrsprobleme in den Griff bekommen will. „Ich bin dran“, verspricht der Jachenauer Bürgermeister Georg Riesch auf Nachfrage.

In dem Gutachten wird es sicherlich auch um die Verstöße gegen das Nachtparkverbot gehen – neben den Falschparkern das zweite große Problem, mit dem die Gemeinde in dem Naturschutzgebiet zu kämpfen hat. Wer dort übernachtet, entzündet nämlich in der Regel auch ein Lagerfeuer – und riskiert damit den Ausbruch eines Waldbrands. Auch am Wochenende sind Mitarbeiter der Tölzer Forstbetriebe trotz der großen Hitze in den Tagen zuvor auf zwei Lagerfeuer gestoßen, wie Forstbetriebs-Leiter Rudolf Plochmann sagt. Der Bitte, die Flammen zu löschen, seien die Erholungssuchenden ohne Murren nachgekommen. Laut Bürgermeister Riesch kam es aber auch schon vor, dass die Betroffenen ausfallend reagierten.

Die Kontrolleure vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit, die seit 2011 im Auftrag der Gemeinde am Walchensee-Südufer unterwegs sind, haben bei ihren Rundgängen am Wochenende dagegen keine Lagerfeuer gesehen. Dafür aber rund 50 Fahrzeuge, die gegen das Nachtparkverbot verstoßen haben, sagt Außendienstleiter Preßler. Die Verkehrsüberwacher waren an beiden Tagen in den frühen Morgenstunden unterwegs, am Samstag bis zur Mittagszeit. In dieser Zeit stellten sie auch etliche Strafzettel wegen Falschparkens aus. Von dem bisherigen Negativ-Rekord aus dem Jahr 2015 sind die Zahlen aber weit entfernt. Zur Erinnerung: An einem besonders heißen Juli-Wochenende verteilten die Verkehrsüberwacher damals 460 Strafzettel am Walchensee-Südufer.

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