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Bürgermeister Georg Riesch vor der Ferdinand-Feldigl-Schule.

„Fenster schwarz“

Wegen Fliegenplage an Schule in Jachenau: Decke muss geöffnet werden

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Sie sind von einem Tag auf den anderen da, dann aber in Massen: Unmengen von Fliegen, die in einem Klassenzimmer der Ferdinand-Feldigl-Schule das Fenster schwarz färben. Die Gegenmaßnahmen könnten ziemlich teuer werden, wie der Bürgermeister jetzt ankündigte. 

+++ Update vom 18. April +++

Jachenau - Die Gemeinde Jachenau will in den Sommerferien das Fliegenproblem in einem Klassenzimmer der Ferdinand-Feldigl-Schule angehen. Wie berichtet ist seit einigen Jahren immer wieder im Herbst ein Raum im ersten Stock massiv von kleinen, schwarzen Halmfliegen befallen. In der Bürgerversammlung kündigte Bürgermeister Georg Riesch an, dass zur Bekämpfung der Plage wohl die Decke des Zimmers abgenommen und die darunter liegende Isolierung erneuert werden müsse. 

„Da werden wir schon ein bisserl was an Kosten aufbringen müssen“, so der Rathauschef. Wie er weiter berichtete, besuchen aktuell 55 Kinder die Jachenauer Schule. Der Schulstandort sei gesichert, auch wenn es seit diesem Schuljahr keine Schulleitung vor Ort mehr gebe. Mit Ursula Neff, die die Schule hauptsächlich von Lenggries aus leitet, laufe die „Zusammenarbeit sehr gut“.

Der ursprüngliche Bericht von Oktober 2018:

Jachenau – Der Anblick sei „wirklich brutal unappetitlich“, sagte Georg Riesch. In der jüngsten Sitzung informierte er den Gemeinderat über ein „Fliegenproblem“ an der Ferdinand-Feldigl-Schule. Ein Klassenzimmer sei so massiv von Insekten befallen, „dass die Fenster schwarz sind“. Als letzten Ausweg hat die Gemeinde nun ins Auge gefasst, mit Gift gegen die Plage vorzugehen.

Das Phänomen sei schon seit drei bis vier Jahren festzustellen, berichtete der Bürgermeister. „Von einem Tag auf den anderen sind die Fliegen massenhaft da.“ Das passiere immer im Spätsommer bis Herbst. Die Putzfrau sauge täglich Unmengen an Tieren ein. Bei zunehmenden Frost habe der Spuk dann jeweils einige Wochen später ein ebenso plötzliches Ende. „Ich habe noch nicht einmal im Stall so viele Fliegen gesehen“, schilderte Riesch. Befallen sei nur ein einziges Klassenzimmer im Obergeschoss, im Rest des Gebäudes sei von den Fliegen nichts zu sehen.

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Lange habe man versucht, die Fenster und alle möglichen Schlupflöcher abzukleben und zu dichten. Doch alle Bemühungen waren umsonst – die Fliegen scheinen durch die Wände hereinzukommen.

„Jetzt haben wir einen Schädlingsbekämpfer angefragt, damit er sich die Sache anschaut und ein Angebot macht“, sagte Riesch. Das Ergebnis einer Ortsbesichtigung am 25. September: Das Eindringen der Fliegen sei allenfalls durch bauliche Maßnahmen zu verhindern. Das Verschließen aller Einschlupfmöglichkeiten sei aber sehr schwierig.

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Bei den Insekten im Klassenzimmer handelt es sich um Halmfliegen. Sie sind mit einer Körperlänge von zwei Millimetern sehr klein. Laut dem Internet-Lexikon Wikipedia treten sie vor allem im Herbst in Massen auf. Sie fliegen nicht, sondern wandern umher und dringen auf diese Weise in Häuser ein und werden lästig. Der Schädlingsbekämpfer habe eine Behandlung des Klassenzimmers mit Insektengift vorgeschlagen, so der Rathauschef. Der Raum werde mit der Substanz eingenebelt. Man könne ihn dann fünf bis sechs Stunden nicht betreten, danach sei das Zimmer eine Stunde lang zu lüften. Der Sprühnebel dringe in alle möglichen Verstecke in der Wand ein und töte Insekten und Larven. „Aber eine Garantie gibt’s nicht.“

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Gemeinderat Peter Krauß äußerte Bedenken: „Gift im Klassenzimmer – da habe ich Bauchweh“, sagte er. Das konnte Riesch gut nachvollziehen. „Genau deshalb habe ich das ja immer aufgeschoben.“

Wenn, dann soll die Maßnahme in den nächsten Schulferien durchgeführt werden. Voraussetzung: „Sämtliche Eltern müssen unterschreiben, dass sie einverstanden sind“, sagte das Gemeindeoberhaupt. „Denn den Schuh möchte ich mir nicht anziehen.“

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