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Die Landfrauen haben das Projekt „Fürs Leben lernen“ mitinitiiert. Kreisbäuerin Ursula Fiechtner (2. v. li.) und ihre Stellvertreterin Maria Urban (li.) übergaben 250 Euro an die Ganztagsschüler und Lehrerin Barbara Cojaniz.

Ganztagsklasse 

Jahnschul-Projekt: Hier lernen Kinder fürs Leben

Wie pflanze ich Samen an? Wie kaufe ich regional ein? Solche Dinge bekommen die Schüler der Ganztagsklasse G3 in der Tölzer Jahngrundschule beim Projekt „Fürs Leben lernen“ beigebracht.

Bad Tölz – „Für‘s Leben lernen“: So heißt ein Projekt der Ganztagsklasse G3 in der Tölzer Jahngrundschule„Fürs Leben lernen“. Dabei werden die Schüler finanziell unterstützt von den BBV-Landfrauen, die das Projekt mit initiiert haben. Kreisbäuerin Ursula Fiechtner und ihre Stellvertreterin Maria Urban übergaben kürzlich wieder 250 Euro.

Der Name „Fürs Leben lernen“ ist Programm. Beginnend mit der Anzucht von Samen, der Pflege und Ernte der Pflanzen im Schul- und Kräutergarten über den regionalen Einkauf auf dem Wochenmarkt oder beim Direktvermarkter bis hin zur sachgerechten Verarbeitung dieser Lebensmittel erwerben die Kinder Alltagskompetenzen. Dabei geht es beispielsweise um das Zubereiten von Speisen, kritisches Verbraucherverhalten und vieles mehr. Bevor die Schüler mit Zahlen und Maßeinheiten rechnen müssen, erfahren sie in der Schulküche den praktischen Umgang mit Waage, Gewichten und Volumen. Vielen Kindern erleichtere die praktische Erfahrung den Zugang zu theoretischen Aufgaben, erklärt Lehrerin Barbara Cojaniz. Auch die Frage „Wofür brauche ich das im Leben?“ stelle sich nicht mehr, wenn das mathematische Wissen gleich bei der Hochrechnung für die Verköstigung der Schulfamilie am Schulfest angewendet wird.

Für Kinder, die den Bezug zu ursprünglichen Lebensmitteln noch nicht haben, sei das Projekt besonders spannend, so die Lehrerin. Dass Mehl aus Getreidekörnern hergestellt wird, und wie mühsam dieser Prozess ist, erfahren manche Schüler ganz neu. Der Respekt für die Arbeit von Bauern und für das Lebensmittel selbst steigt enorm. „Es erfüllt mich mit großer Freude, die Schüler in diesem Projekt anzuleiten und zu begleiten“, sagt Barbara Cojaniz. „Die Begeisterung der Kinder für alles, was wir hier tun, ist enorm. Wir hoffen sehr, dass wir das Projekt noch ausweiten können, damit möglichst viele Kinder davon profitieren.“ tk

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