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Der Stadtrat blickt auf ein spannendes Jahr zurück

Jahresrückblick

„Limburg ist nicht Tölz“

Bad Tölz - Dynamische Entwicklung trotz Schließung von Alpamare und Jodquellenhof: Bürgermeister Josef Janker blickt in der Weihnachtssitzung des Stadtrats auf ein spannendes Jahr zurück.

„Da bleibt Dir manchmal die Spucke weg“, sagte Bürgermeister Josef Janker über die im Lauf eines Jahres von der Stadt geleistete Arbeit, deren Fülle ihm erst beim Abfassen des Jahresrückblicks deutlich geworden sei. Aber unter der Vielzahl von aufgelisteten Punkten gab es bei der traditionellen Jahresrückschau in der Weihnachtssitzung des Stadtrats natürlich auch Kernthemen und nicht ganz so bekannte Projekte. Sozialer Wohnraum zum Beispiel.

Das Thema hatte die Stadt jahrelang vernachlässigt und wird es nun verstärkt in den Mittelpunkt rücken. An der Kohlstattstraße besitzt die Stadt ein Grundstück. Man sei, so berichtete Janker, mit einer Baugenossenschaft in Verhandlungen, um dort günstigen Wohnraum anbieten zu können. Zwei weitere städtische Flächen sind derzeit in der Prüfung.

Unabhängig davon seien die Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber zu sehen. Eine wird ab Frühjahr auf der Flinthöhe gebaut, eine zweite wird wohl in der Innenstadt entstehen und derzeit planungsmäßig vorbereitet.

Es gebe bereits drei Unterrichtsräume, wo der von Waltraud Haase entwickelte PC-gestützte Sprachlernkurs laufe. Ein vierter werde demnächst neben dem Kleinen Kursaal in Betrieb gehen. Janker mahnte angesichts der Aufgabenfülle, die die Stadt und vor allem 180 Ehrenamtliche bereits leisteten: „Die Zahl der Flüchtlinge darf nicht das Maß der uns vor Ort möglichen Integrationsfähigkeit übersteigen.“

Eigentlich sollte die neue Sporthalle an der Südschule im Dezember in Betrieb gehen. Nun wird es doch Januar werden. Danach wird umgehend die Grundsanierung der Kasernen-Halle beginnen. Fertigstellung soll im Frühjahr 2017 sein. Schließlich folgt eine Einfach-Halle für die Jahnschule. Dann habe die Stadt, so Janker zufrieden, das vom Stadtrat 2012 beschlossene Sporthallenkonzept vollständig umgesetzt und besitze 13 Halleneinheiten, drei Gymnastikhallen sowie 13 Sportplätze.

„Ein bisserl Limburg ist überall“, hatte im März 2014 der scheidende Grünen-Stadtrat Franz Mettal über das städtische Finanz-Ausgabeverhalten geurteilt. „Nicht in Tölz“, erwiderte nun Janker. Tölz nehme trotz Schließung von Alpamare und Jodquellenhof eine dynamische Entwicklung. Janker nannte die Neue Tölzer Hotelkultur, das Natura Tölz, aber auch interessante Gewerbeansiedlungen wie „Biolink“. Die Verhandlungen stünden hier kurz vor dem Abschluss. Alle Investitionen gelte es für die Stadt sorgfältig abzuwägen, aber vor allem „mutig Chancen zu ergreifen“.

Der Bürgermeister, der sonst gerne den Blick nach vorne richtet, machte eine Ausnahme und erinnerte an ein für Tölz epochales Ereignis vor 25 Jahren. Da habe man das Städtische Krankenhaus an der Schützenstraße gebaut, das 1999 von der Asklepios-Gruppe übernommen worden sei. Jankers Fazit: „So wie sich die Stadtklinik heute präsentiert, wäre das unter kommunaler Regie niemals möglich gewesen.“ Sein Dank galt Geschäftsführer Arnulf Mehren, der nach 16 Jahren heuer in den Ruhestand gegangen ist.

In einer Schweigeminute gedachte die Runde außerdem der im vergangenen Jahr verstorbenen städtischen Mitarbeiter und Stadträte Josef Gerg, Bruno Huber, Klaus Zirngibl, Günter Kick und Albert Sanktjohanser. Christoph Schnitzer

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