Jetzt kommt auch die zweite Brücke dran

Kochel am See/Großweil - Autofahrer müssen in den kommenden Monaten im Loisachtal mit viel Verkehr rechnen. Auf der Autobahn 95 werden zwei Brücken saniert. Die Umleitung läuft teils über Großweil.

Scharenweise waren die Schaulustigen im August 2012 nach Großweil gepilgert, um die Sprengung der einen Autobahnbrücke an der Anschlussstelle Kochel/Murnau zu verfolgen. Jetzt ist die andere dran: Das Bauwerk soll voraussichtlich am Montag, 8. April gesprengt werden. Zur Vorbereitung des Abrisses wird der Verkehr seit einigen Tagen von der westlichen auf die neu gebaute östliche Brücke übergeleitet.

Der Autobahnverkehr wird in beiden Fahrtrichtungen nur noch einspurig über die Brücke geführt. Das Ausfahren an der Anschlussstelle Kochel/Murnau ist, wenn man von München kommt, bis Ende April nicht mehr möglich, das Auffahren in Richtung Garmisch-Partenkirchen nicht mehr bis Mitte Oktober. Fahrzeuge, die aus Richtung München unterwegs sind, müssen die A 95 bereits an der Anschlussstelle Sindelsdorf verlassen und werden über Großweil umgeleitet. Der Verkehr, der in Richtung Garmisch-Partenkirchen fährt, wird über Eschenlohe geschleust.

Zum Sprengzeitpunkt am 8. April werden - wie im vergangenen Jahr - für etwa eine Stunde sowohl die Autobahn als auch die Anschlussstelle und die daran vorbeiführende Staatsstraße voll gesperrt. Über den Sprengtermin und die Sperrzeiten wird die Autobahndirektion Südbayern laut Sprecher Josef Seebacher rechtzeitig informieren.

Das ist aber noch nicht alles, was sich auf der A 95 tut: Bis voraussichtlich Herbst 2014 dauern die Arbeiten an einem 1,3 Kilometer langen Teilstück nahe Ohlstadt. Es handelt sich hier um die längste Autobahnbrücke Bayerns, die generalüberholt wird. Die Autobahndirektion beziffert die Kosten auf ungefähr 15 Millionen Euro.

Das imposante Bauwerk hat mittlerweile 43 Jahre auf dem Buckel und soll daher saniert werden. Der Startschuss ist für April vorgesehen. „Den genauen Termin kann ich allerdings noch nicht nennen“, sagt Seebacher. Es sind zwei Abschnitte geplant. Für 2013 hat sich die Behörde den Bereich in Fahrtrichtung Garmisch vorgenommen. Im Jahr darauf will man sich der anderen Seite widmen. „Die Hauptarbeiten sind die Erneuerung der Fahrbahnbeläge, der Brückenkappen, der Übergangskonstruktionen, der Geländer- und Schutzeinrichtungen und der Lager.“ Während der Bauzeit müssen die vorhandenen zwei Fahrspuren pro Richtung auf eine reduziert werden. In den kommenden Monaten werden die Autofahrer also öfters auf die Geduldsprobe gestellt.

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