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Käsefestival lockt 8000 Besucher nach Bad Tölz

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© Hias Krinner

Bad Tölz – Bei Käse und Wein lässt sich’s gut sein, so könnte man in dichterischer Ausdrucksweise die Eindrücke vom Käsefestival im Tölzer Herderpark zusammenfassen.

Nach den vielen Regentagen war dem dreitägigen Tölzer Käse- und Genuss-Event in seiner fünften Auflage am vergangenen Wochenende schönes Wetter beschert. Eine gute Gelegenheit also für viele Besucher, das handwerkliche Milchprodukt Käse in seiner Vielfalt zu kosten und zu kaufen und nebenbei viel Interessantes über dessen teils doch sehr diffizile Herstellung zu erfahren.

Um die Gaumenfreuden zu komplettieren, durften zum Käse natürlich auch die perfekten flüssigen Begleiter nicht fehlen: Im Wandelhallengang präsentierten und offerierten fränkische Winzer ihre edlen Tropfen. Während es am Freitag zwischen den Ständen relativ ruhig herging, herrschte dort speziell am Samstag- und Sonntagnachmittag rege Betriebsamkeit. Insgesamt verzeichnete Festival-Organisatorin Susanne Hofmann rund 8000 Besucher – im vergangenen Jahr waren es 7500. „Heuer sind es auf jeden Fall mehr“, lautete gestern die Einschätzung ihres Büros.

Aus der heimischen Region waren der Langerbauer aus der Jachenau sowie der Ziegenhof Filgertshofer und die Bergkäserei Stie-Alm aus Lenggries in der langen Reihe der Käse-Anbieter vertreten. „Es gibt hier wirklich nur guten Käse“, urteilte das Ehepaar Hartwig aus Otterfing, das in den vergangenen Jahren bereits zweimal zur Käsemeile nach Bad Tölz gekommen war. „Eine Auswahl zu treffen ist da nicht leicht.“

Über mangelnden Zuspruch sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern nicht klagen konnte die „Käseschule“: Stolz auf ihr neues Wissen und Können nahmen die „Schüler“ am Ende ihres Kurzkurses den selbstgemachten Frischkäse mit nach Hause. Gut angekommen scheint ebenso das musikalische Rahmenprogramm zu sein. So erntete etwa das „Munich Dixie Quartett“ bei seinem Auftritt am Samstagmittag auf der Bühne inmitten des Parks begeisterten Applaus. Nach gemeinsam genossener Mittagsruhe waren dann auch die weißen Edelziegen wieder ausreichend gestärkt, um sechsspännig eine kleine Kinderfuhre durch das Areal zu chauffieren.

Bilder vom Käsefestival

Besonderes Thema war heuer die Historie. „So kenn’ ich das noch von meiner Großmutter“, meinte eine Besucherin angesichts der in einem Zelt zur Schau gestellten Butterfässer, Zentrifugen, Modeln und Milchkannen. Nebenan, im Schatten eines Baumes, ließen einige Gäste in Liegestühlen das bunte Treiben relaxed an sich vorüberziehen. Ganz dem Titel des Festivals entsprach schließlich auch dessen Abschluss am gestrigen Abend mit einem Walking-Dinner unter dem Dach des Laubenganges: für Genussmenschen und Kulturfreunde.

Rosi Bauer

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