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Mit dem Rettungsboot zog die Wasserwacht Walchensee am Ende des Einsatzes noch das Kajak aus dem Wasser. 

Nur mit Shorts und T-Shirt bekleidet

Kajak kentert auf Walchensee: Junger Mann erfriert fast im sieben Grad kalten Wasser

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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15 bis 20 Minuten im Walchensee reichten am Mittwoch aus, um bei einem jungen Mann eine lebensbedrohende Unterkühlung zu verursachen. 

Walchensee– Drei Kajakfahrer Anfang 20 aus Heidelberg und dem Raum Augsburg sind am Mittwochnachmittag in der Bucht von Einsiedl gekentert. Einer davon musste nach der Rettung mit einer lebensbedrohenden Unterkühlung in die Unfallklinik nach Murnau geflogen werden.

Wie die Wasserwacht Walchensee mitteilt, ging der Alarm gegen 16 Uhr los. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich alle drei jungen Männer im nur rund sieben Grad kalten Wasser. „Einer der Burschen hatte das Gleichgewicht verloren und fiel mit dem Paddel aus dem Kajak“, teilt Lisa Grünwald von der Wasserwacht Walchensee in einem Schreiben mit. „Der zweite wollte das Paddel retten und fiel dabei auch ins Wasser. Dabei kenterte das Kajak und der dritte fiel auch rein.“ Alle Drei trugen jeweils nur Shorts und T-Shirts.

Drei Einsatzkräfte auf dem Rettungsboot und zwei im Einsatzfahrzeug fuhren sofort zur Unfallstelle. Sie konnten alle drei Männer aus dem Wasser ziehen, ans Ufer bringen und die Erstversorgung übernehmen. Allerdings waren sie insgesamt 15 bis 20 Minuten im Wasser. Die Folge: Einer der Männer zog sich eine lebensbedrohliche, die beiden anderen eine mittelschwere Unterkühlung zu. Letztere wurden mit dem Rettungswagen zur Überwachung ins Krankenhaus nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau brachte den am schwersten Verletzten nach Murnau. Über seinen Zustand ist nichts bekannt.

Angler stellt VW-Bus mit Standheizung zur Verfügung

Lobend hervor hebt Lisa Grünwald die Hilfsbereitschaft der anderen Menschen. Kajakfahrer hätten versucht, den Verunglückten zu helfen und Richtung Land zu bringen. „Ein Angler stellte uns seinen VW-Bus mit Standheizung am Ufer bis zum Eintreffen der Rettungswägen zur Verfügung“, sagt Grünwald. Nachdem die Verletzten versorgt waren, barg die Wasserwacht das Kaja und suchte Gründwald zufolge kann zwei Stunden lang nach verloren gegangenen Besitztümern.

Neben der Wasserwacht, Rettungshubschrauber Christoph Murnau und zwei Rettungswagen aus Kochel und Mittenwald waren der Krankentransportwagen aus Bad Tölz, ein Notarzt aus Garmisch-Partenkirchen und die Polizei Kochel im Einsatz.  

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