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Hoher Besuch: Kardinal Reinhard Marx (Mi.) feierte am Samstag mit der Tölzer Geistlichkeit – unter anderem Pfarrer Peter Demmelmair (li.) – aus Anlass des Heiligen Jahres einen Pontifikalgottesdienst in der Kalvarienbergkirche.

Das Heilige Jahr

Kardinal Marx feiert Gottesdienst am Kalvarienberg

Dem Thema Barmherzigkeit im Heiligen Jahr, das Papst Franziskus im Dezember 2015 ausgerufen hatte, nahm sich Kardinal Reinhard Marx an. Es war sein Premierenauftritt am Tölzer Kalvarienberg.

„Bringen Sie alle Sorgen, alles, was Sie bewegt, mit ein in die Feier der Messe“, forderte Kardinal Reinhard Marx am Samstagabend die über 100 Gläubigen auf, die in die Kalvarienbergkirche gekommen waren, um mit ihm einen Pontifikalgottesdienst zu feiern. Anlass war das Heilige Jahr, in dessen Rahmen Marx alle acht Heiligen Pforten im Erzbistum München und Freising besucht.

Die Stippvisite in Tölz beinhaltete für den Kardinal eine Premiere: Erstmals werde er am Tölzer Kalvarienberg einen Gottesdienst feiern, auch wenn ihm „der besondere Ort Kalvarienberg mit seiner Kirche und benachbarten Kapelle“ natürlich von der Leonhardifahrt bereits bekannt sei. Wegen des kalten und regnerischen Wetters fand die Messfeier in der Kirche und nicht wie ursprünglich geplant vor der Pforte statt, die am Haupteingang der Kalvarienbergkirche eingerichtet worden ist und seit Monaten zahlreiche Gläubige aus nah und fern anzieht.

Wegen der bekanntlich sehr beengten Verhältnisse und des erhöhten Altarraums mussten sich sowohl die weltlichen Kirchenbesucher in und neben den Bänken als auch die Geistlichkeit recht schmal machen. Doch auch Christus sei den Weg des Leidens gegangen, sagte Marx.

In den Lesungen und der Predigt von Marx ging es im Besonderen um das Thema Barmherzigkeit im Heiligen Jahr, das am 8. Dezember 2015 von Papst Franziskus ausgerufen worden ist. Es hat also genau 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils begonnen. Neben Pilgerreisen und Wallfahrten sind die Gläubigen noch bis zum Ende des Heiligen Jahres am 20. November dazu aufgerufen, eigene Werke der Barmherzigkeit zu vollbringen. Die Pforten sollen übrigens symbolisieren, dass den Gläubigen derzeit ein besonderer Weg zum Heil möglich ist. 

Neben dem Gottesdienst mit dem Kardinal stand der Kalvarienberg vergangene Woche bereits zweimal im Mittelpunkt des kirchlichen Geschehens: Am Mittwoch feierte man das Patrozinium der Kalvarienbergkirche, am Donnerstag das Patrozinium der Leonhardikapelle. Und schon bald sollen an der 28 Stufen umfassenden Heiligen Stiege im nördlichen Kirchenschiff, die dereinst von Friedrich Nockher errichtet worden ist, die Renovierungsarbeiten beginnen, wie Pfarrer Demmelmair bekannt gab. 

kb

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