Kaserne hat 165.000 Euro gekostet

Lenggries - Der Preis, den die beiden Investoren für die Lenggrieser Kaserne bezahlt haben, war ein gut gehütetes Geheimnis. Jetzt ist er bekannt: 165.000 Euro für alles.

Dass sich keine Stelle offiziell dazu äußern will, liegt vielleicht daran, dass der bezahlte Preis auf den ersten Blick sehr niedrig erscheint: 165000 Euro sollen für das gesamte Areal bezahlt worden sein. 11000 Euro für den kleineren Anteil, der das Offiziersheim umfasst und den die Luitpolderhöfe GmbH gekauft hat, und 154000 Euro für den Rest samt Sportplatz, den Arcavest Project Clejan erworben hat. Die wiederum würde den Sportplatz nun für 160000 Euro – so viel wollte zuletzt auch die Bima – an die Gemeinde weiterverkaufen (wir berichteten).

Dass der Kaufpreis für das 19 Hektar große Gelände so gering ausfällt, liegt auch daran, dass die auf die Investoren - je nach künftiger Nutzung - Abriss-, Entsorgungs- und Altlastensanierungskosten in Millionenhöhe zukommen. Dass man die nicht unterschätzen darf, zeigt das Beispiel Bad Tölz. Sechs Millionen Euro kostete den Landkreis 2001 die DDT-Sanierung des Kasernen-Karees auf der Flinthöhe. Zuvor hatte der Kreis bereits vier Millionen Euro Kaufpreis an den Bund bezahlt. Den 30 Hektar großen Umgriff erwarb damals die Stadt Bad Tölz - für elf Millionen Euro. (va)

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