Schüsse und Verletzte in Straßburg -Bewohner sollen zu Hause bleiben

Schüsse und Verletzte in Straßburg -Bewohner sollen zu Hause bleiben
Die Entwicklung der Prinz-Heinrich-Kaserne sorgte bei den Lenggrieser Freien Wählern für Diskussionen. Foto: Archiv

Kaserne: „Müssen das Beste aus der Situation machen“

Lenggries - Noch immer sorgt die Entwicklung der früheren Prinz-Heinrich-Kaserne für Kontroversen. Der Diskussionsbedarf zeigte sich bei der Jahresversammlung der Freien Wählergemeinschaft.

„Es sind bei manchen Lenggriesern immer noch einige Fragen offen, weil das Meiste eben in nichtöffentlichen Sitzungen entschieden wurde“, erklärte Gemeinderat Stephan Bammer.

Fraktionssprecher Günter Haubner nutzte daher die Gelegenheit, den Mitgliedern die bisherige Entwicklung, Hintergründe und Entscheidungen des Gemeinderats vor Augen zu führen. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „grüne Wiese“, der den Abriss aller Gebäude vorsah, sei bekanntermaßen hinfällig, so Haubner. Nun werde der Großteil des Geländes in ein Sport- und Jugendcamp umgewandelt (wir berichteten). Der Lenggrieser Gemeinderat hatte sich nach zähem Ringen hinter die Pläne des Investors Carl Georg Zwerenz mit seiner Gesellschaft „Action Sports“ gestellt und beschlossen, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das 37 Millionen Euro teure Sportprojekt einzuleiten.

Ein kleinerer Teil des Kasernengeländes hingegen gehört Peter Wasners Luitpolderhöfe GmbH, die dort nach Wunsch des Gemeinderats ein Gewerbegebiet entwickeln soll. „Aus den Bauvorbescheiden ist allerdings bekannt, dass er eigentlich gerne Wohnungen bauen möchte“, sagte Haubner. Doch genau dagegen wehrt sich die Gemeinde vehement. Trotzdem hatten die Räte kürzlich den Antrag des Münchner Unternehmers abgelehnt, eine unter Denkmalschutz stehende Scheune und eine ehemals militärisch genutzte Halle in gewerbliche Lagerflächen umzuwandeln. Der Grund dafür sei, dass Wasner nicht deutlich gemacht hatte, was er lagern wolle.

„Ich sage ganz klar, die Dinge sind bisher nunmal so gelaufen, wie sie sind“, sagte Haubner zusammenfassend. „Nun ist es an uns, wir müssen das Beste aus der Situation machen.“ Mit Camp Woodward sei man „zumindest schon mal auf dem richtigen Weg“. (cjk)

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