Das ehemalige Offiziersheim ist nur eines der Kasernen-Gebäude, die das Landesamt unter Denkmalschutz stellen will.

Kaserne: Gebäude sollen unter Denkmalschutz

Lenggries - Das Landesamt für Denkmalpflege hat seinen Daumen auf der Lenggrieser Kaserne. Am Montag erläuterten Vertreter dem Bauausschuss nicht öffentlich, welche Gebäude schutzwürdig sind.

Eine ganze Reihe von Bauten aus den 1930erJahren aus dem Kasernenareal soll in die Denkmalliste aufgenommen werden. Dazu gehören unter anderem die u-förmigen Unterkunftsgebäude, das Stabsgebäude und die Turnhalle. All diese Bauten stehen auf dem Grund der Firma Action Sports, die dort wie berichtet ein Freizeitcamp errichten will. Vertreter Carl-Georg Zwerenz war den Plänen des Denkmalschutzes stets mit Gleichmut begegnet. Die fraglichen Gebäude wolle man ohnehin sanieren und nutzen, hatte er vor einigen Wochen in einem Interview gesagt. „Trotzdem weiß ich nicht, ob die Investoren wirklich so glücklich damit sind“, sagt Bürgermeister Werner Weindl auf Anfrage. Schließlich müsse man bei sämtlichen Umbauten das Denkmalschutzamt miteinbeziehen. „Und wenn es nur um die Fenster geht.“

Betroffen ist übrigens auch der zweite Käufer des Areals, Peter Wasner. Schutzwürdig erscheinen dem Amt das Jägerhäusl, das Offiziersheim und die Rauhfutterscheune mit den verzierten Holzbalken. Letzteres könnte Wasner durchaus treffen, schließlich will er auf seinem Areal - gegen den erklärten Willen der Gemeinde - Häuser bauen.

Angesichts dieser Entwicklung sei es umso besser, dass die Gemeinde die Kaserne nicht gekauft habe. „Das wäre jetzt ein schöner Klotz am Bein“, sagt der Bürgermeister. (va)

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