Rund um das ehemaligen Offiziersheim möchte Peter Wasner zehn Einfamilienhäuser errichten. Foto: Archiv

Kasernen-Investor beißt im Gemeinderat auf Granit

Lenggries - Es war eigentlich keine Frage: Wohnbebauung auf dem ehemaligen Lenggrieser Kasernen-Areal will keine Fraktion im Gemeinderat. Die Voranfrage von Investor Wasner wurde abgelehnt.

Wie berichtet, will Peter Wasner - er war am Montag als Zuhörer im Sitzungssaal - zehn Einfamilienhäuser auf einem Teil des Areals der ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne errichten. Gebaut werden soll im Bereich des früheren Offiziersheim.

Damit beißt er bei den Gemeinderäten allerdings auf Granit. Schließlich ist die Gemeinde gerade dabei, einen Bebauungsplan aufzustellen, der den Rückbau des Areals zur grünen Wiese vorsieht. Im Zuge des Verfahrens hat der Gemeinderat eine Veränderungssperre für das Gelände erlassen. Vereinfacht heißt das, es darf weder etwas gebaut, noch entfernt werden, so lange die Planungen nicht abgeschlossen sind. Die Voraussetzungen für eine Ausnahme von der Veränderungssperre seien auch nicht gegeben, sagte Vize-Bürgermeister Franz.

Die Ablehnung des Vorbescheidsantrags war für SPD-Fraktionschef Dr. Karl Probst keine Frage. Wohnbebauung sei genau das, „was alle Fraktionen nicht wollen“ - zu groß wären die Auswirkungen auf die Infra- und Sozialstruktur des Dorfes. Probst bezeichnete es einmal mehr „als Jahrhundertfehler“, dass sich die Gemeinde mit dem Bund nicht einig wurde und stattdessen an zwei private Investoren verkauft wurde.

Die Voranfrage wurde einstimmig abgelehnt. Nun geht der Antrag ans Landratsamt. Lehnt auch die Kreisbehörde ab, bliebe Wasner der Gang vor Gericht. (Veronika Wenzel)

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