Franz Schöttl (CSU) Vize-Bürgermeister

Kasernengelände: "Wohnbebauung kommt für uns nicht in Frage"

Lenggries - Für Unruhe im Dorf sorgt der Verkauf der Lenggrieser Kaserne an zwei Investoren. Auch Vorwürfe stehen im Raum. Vize-Bürgermeister Franz Schöttl erläutert die Haltung der Gemeinde.

Die Gemeinde habe sich keine Versäumnisse vorzuwerfen, sagt Schöttl. Aber hätte man denn nicht aktiver an die Entwicklung des Areals herangehen müssen? "Die Gemeinde wollte und will keine Entwicklung um der Entwicklung willen", betont der Vize-Bürgermeister. "Die 19 Hektar große Fläche bot Chancen zur Errichtung einer Bildungseinrichtung. Wir hal

ten weiterhin - auch wegen der ungünstigen Verkehrsanbindung - größere Gewerbeansiedlungen für nicht zielführend. Wohnbebauung in dieser exponierten Lage kommt für uns ebenfalls nicht in Frage."

Nach wie vor nicht abfinden will sich Schöttl auch mit der Einschätzung des Landratsamtes, bei Teilen des Areals könnte es sich um einen Innenbereich handeln. "Nach einhelliger Meinung aller Fachleute und Gutachter, die bisher mit der Kaserne befasst waren, ist das Areal - nahezu ausschließlich umgeben von landwirtschaftlichen Flächen - dem Außenbereich zuzuordnen. Im Übrigen war auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben selbst und ein von ihr beauftragter Gutachter dieser Auffassung."

Nachdem die Gemeinde praktisch von den Ereignissen überrollt worden ist, muss man nun nach vorne blicken. Wie sehen die nächsten Schritte aus? "Die Gemeinde wird sich einem Gespräch mit den Käufern nicht verschließen. Wir werden niemandem schon im Vorfeld die Türe vor der Nase zuknallen", sagt Schöttl. "Wertfrei, aber mit der gebotenen Umsicht, werden wir uns die Vorstellungen möglicher Investoren anhören."

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