Straßburg: Schüsse in der Innenstadt - Behörden sprechen von einem Toten

Straßburg: Schüsse in der Innenstadt - Behörden sprechen von einem Toten
Was wird aus dem Kasernengelände? Diese Frage beschäftigt den Gemeinderat, aber auch viele Bürger. Foto arp/A

Kasernenpläne beschäftigen Bürger

Lenggries - Vielleicht war es die Neugier, was aus der Kaserne werden soll, die den einen oder anderen Lenggrieser anlockte. Die Bürgerversammlung jedenfalls war deutlich besser besucht als 2010.

Nachdem Bürgermeister Werner Weindl die Planungen für das Sport- und Freizeitcamp Woodward noch einmal erläutert hatte, meldeten sich sowohl Gegner als auch Befürworter zu Wort.

Das Thema Kaserne „brennt dem Turnverein auf den Nägeln“, sagte Vorsitzender Sigi Kerwien in der Bürgerversammlung. Im Besonderen geht es ihm um den Sportplatz am Kasernengelände. Dort trainiert der TV seit einigen Jahren und hat auch Beach-Volleyballplätze angelegt. „Wir sind auf das Sportgelände angewiesen. Allerdings ist der Nutzungsvertrag von den neuen Eigentümern zum Jahresende gekündigt worden“, sagte Kerwien. „Ich bitte die Gemeinde, uns zu helfen“, sagte der TV-Chef. Am 1. April sollen schließlich die Leichtathleten und Volleyballer wieder mit dem Training beginnen. „Wir haben hochkarätige Sportler, die im Moment keine Trainingsmöglichkeiten haben. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagte Kerwien.

Bürgermeister Werner Weindl sah das nicht ganz so dramatisch. „Ich habe Signale gehört, dass die Nutzung an der Kaserne weiter möglich ist. Und es wundert mich, dass du davon nichts weißt. Du sagst doch immer, dass du zu den Investoren gute Beziehungen hast“, stichelte Weindl gegen Kerwien, von jeher ein großer Befürworter der Woodward-Pläne. Dass der Vertrag gekündigt worden sei, sei schade. „Aber ich denke, man hat das gemacht, um die Gemeinde unter Druck zu setzen. Aber davon lassen wir uns nicht beeinträchtigen“, so der Rathauschef.

Ebenfalls ein Befürworter des Camps ist Franz Mentel. Der Lenggrieser Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hat mit dem Tölzer Hans Geiger - er soll das Camp einmal betreiben - den Businessplan für das Unternehmen ausgearbeitet. Die Sache habe Hand und Fuß. „Eine tolle Geschichte“, so Mentel. „Man sollte schauen, dass man das Projekt vorwärts bringt.“

Ein klarer Gegner des Camps ist Michael Sappl, dessen Hof an die Kaserne grenzt. „Ich sehe große Probleme auf uns zukommen“, sagte er - auch mit Blick auf seine Ferienwohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft der geplanten Funsportanlage. Er habe auch die „Herren“ Investoren kennengelernt und wundere sich schon, wie die Grundstücksgrenzen verfahren. Der eine holze einfach mal Bäume auf seinem - Sappls - Grund an der Leite ab, der andere plane eine Zufahrt und Stellflächen auf seinem Grundstück. Bei manchen Befürwortern des Projekts könne er nicht glauben, „wie Ihr Euch vor den Karren spannen lasst. Kapiert Ihr denn nicht, wie Ihr benutzt werdet?“, fragte Sappl. Er habe immer gedacht, er stehen alleine da mit seinen Bedenken. Aber dann habe er sich Nachbarn unterhalten. Gemeinsam habe man die Besorgnis in einem Brief zusammengefasst. Den überreichte Sappl am Freitag an Weindl. (Veronika Wenzel)

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