Der Alpenfestsaal war am Freitagabend gut gefüllt, als Bürgermeister Werner Weindl seinen Rechenschaftsbericht vorlegte und Fragen beantwortete. Foto: arp

Kasernenpläne: Schule, Hotel, Chalets

Lenggries - Vieles erledigt, vieles noch vor: So lässt sich der Rechenschaftsbericht von Rathauschef Werner Weindl bei der Bürgerversammlung zusammenfassen. Diese stieß auf reges Interesse:

Weindl beleuchtete zunächst die Projekte, die 2009 realisiert worden sind - darunter der Abschluss des seit zehn Jahren laufenden Kanalbauprogramms.

Beim Blick auf die anstehenden Projekte ging der Rathauschef auf den Umbau des Postgebäudes zur Bücherei und die folgende Umgestaltung des Kindergartens mit Einrichtung einer Kinderkrippe ein. Er streifte das weitere Verfahren, das auf dem Weg zum neuen Flächennutzungsplan durchlaufen werden muss und sprach einen "richtigen Dauerbrenner" an: Seit 1990 werde über die Saunalandschaft am Erlebnisbad Isarwelle diskutiert. "Allerdings waren wir noch nie soweit wie heute." Er sehe in der Erweiterung eine "sinnvolle Ergänzung" des Bads, dessen Defizit auf diese Weise gesenkt werden könne. "Ich bin der Meinung, dass die Sauna ein großer Gewinn für Lenggries, für die Bevölkerung und unsere Gäste ist." Rund 1,25 Millionen Euro wird die Kommune hier investieren - sofern der Gemeinderat den Bau im April tatsächlich beschließt.

Ganz kurz wurde das Thema Kaserne abgehandelt. Weindl zeigte sich erneut erstaunt darüber, dass das Landratsamt das Kasernenareal 2009 kurz vor dem Verkauf als Innenbereich eingeschätzt hatte. Hier sei man mittlerweile aber "zurückgerudert. Über einen Großteil des Areals gibt es keinen Zweifel, dass das Außenbereich ist." In einem Satz sprach Weindl das Konzept an, das einer der Investoren vorgelegt hat: Geplant sei eine Schule, ein Hotel und Chalets - also Ferienhäuschen -, die vom Hotel mitversorgt werden können. Es fehlten aber noch Informationen. "Wenn wir alle Unterlagen haben, werden wir die Bevölkerung umgehend und umfassend informieren", versprach der Bürgermeister.

Bürger Michael Kell war enttäuscht. Er warf Weindl vor, sich vor konkreten Aussagen zu drücken. "In Wirklichkeit haben Sie heute gar nichts gesagt." Er finde es „unmöglich, wie das abgelaufen ist“. Weindl wies die Vorwürfe zurück. Er habe sich relativ kurz gefasst, weil es im September eine eigene Informationsveranstaltung gegeben habe. "Ich bitte aber um Verzeihung, falls es heute nicht ausführlich genug war."

(va)

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