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Szenenbild aus dem spanischen Film „Der Olivenbaum“ mit Ines Ruiz und Manuel Cucala. 

Besucher-Zuwachs im Kochler Kino

KiK steht zum Programmkino

Kochel am See - Der Verein "Kino in Kochel" zieht eine gute Sommerbilanz. Nun geht es um die Zukunft der Openair-Vorstellungen. 

Nicht zu heiß und immer wieder Regentage: Die Vorsitzende des Kinovereins Kochel ist recht zufrieden mit dem Sommer 2016. „Er war sehr gut. Wir hatten sehr viele Besucher. Einheimische genauso wie Touristen“, bilanziert Renate Janker zum Ende der Sommerferien. Genaue Zahlen hat sie jedoch noch keine parat.

Dass das Kino in Kochel (KiK) einen guten Ruf hat bei Liebhabern des Programmkinos, das belegen laut Janker die vielen zufriedenen Einträge im Gästebuch des Kinos. Bis aus Murnau oder Lenggries kämen die Besucher und schrieben lobende Worte ins Buch. In jedem Fall sei die Sommersaison für das KiK besser gewesen als 2015. „Letztes Jahr war es einfach zu heiß für Kino“, erklärt Janker. An heißen Abenden gingen die Menschen lieber in den Biergarten oder an den See. „Das ist ein typisches Kino-Problem.“

Jeden Tag wird in dem kleinen Kochler Programmkino ein Film gezeigt. Einen Ruhetag gibt es derzeit keinen, da es laut Janker genug Freiwillige im Verein gibt, die sich als Filmvorführer engagieren. Eine gute Nachricht für die Freunde des Programmkinos, denn noch vor einigen Jahren sah das ganz anders aus. „Momentan haben wir etwas über 180 Mitglieder im Verein und rund 40 Aktive“, so Janker. Diese Zahlen seien schon seit längerem konstant.

Erstmals hat der Kinoverein in diesem Sommer aber kein Openair-Kino angeboten. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden“, erklärt Janker. Jetzt, im Herbst, werde sich eine Projektgruppe mit der Zukunft des Freiluftkinos am Kochelsee befassen. Bisher wurden die Freiluftfilme nämlich noch mittels Analog-Projektor gezeigt. Doch diese Technik ist längst veraltet. „Dafür bekommt man nur noch alte Filme. Die Zukunft ist einfach digital.“ Ob sich der Kinoverein aber diese neue Technik anschafft oder seinen Openair-Betrieb einstellt: „Das soll die Projektgruppe eruieren.“

In der bevorstehenden Herbst- und Winterzeit will das KiK wieder einige schöne Filme zeigen und zusätzliche Veranstaltungen anbieten. Jankers Tipp für dunklere Abende: Der Film „El Olivo – Der Olivenbaum“. „Das ist ein toller Film“, findet Janker. „Aber bei uns lohnt sich eigentlich jeder Film.“

Am 27. Oktober wird der Kinoverein außerdem sein alljährliches Kabarett in der Heimatbühne anbieten. „Heuer kommt die deutsche Kabarettistin Anny Hartmann.“ Etwas früher, am Sonntag, 16. Oktober, wird das KiK zusammen mit dem Verein Sofia eine Matinee abhalten. „Gezeigt wird der Dokumentarfilm ,Alphabet‘ mit anschließender Diskussion.“

Sorgen um einen Fortbestand des KiK macht sich Janker derzeit also keine. Trotzdem hat sie Wünsche für die Zukunft: „Dass noch mehr Einheimische dieses Kino schätzen. Und dass noch mehr Menschen der Generation 40 plus, die keinen Mainstream sehen wollen, zu uns kommen.“

Franziska Seliger

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