Für die 50 Segmente des Deckengemäldes in der Hauskapelle werden Sponsoren gesucht.

Kloster-Renovierung: Stück um Stück zu sauberem Stuck

Benediktbeuern - Neuer Glanz für die Hauskapelle der Salesianer Don Boscos im Kloster Benediktbeuern. Der Förderverein Juwel will die Renovierung so schnell wie möglich in Angriff nehmen

Die Sanierung des ehemaligen Kurfürstensaals ist ein teures Unterfangen. Rund 400 000 Euro werden die Arbeiten an den wertvollen Deckengemälden mit den Fresken von Johann Baptist Zimmermann und dessen Sohn Josef sowie den Stuckarbeiten kosten. Damit das Kloster den zehnprozentigen Eigenanteil in Höhe von 40 000 Euro beisteuern kann, hat der Förderverein eine außergewöhnliche Idee entwickelt. „Wir teilen das Hauptgemälde in 50 Segmente auf, und jeder Abschnitt wird von einem Sponsor übernommen“, sagt Juwel-Schatzmeister Josef Draxinger.

Für Benediktbeuern stellt sich Draxinger vor: Privatpersonen können für 500 Euro, Firmen für 1000 Euro entsprechende Segmente „erwerben“ und so zur Rettung des Kunstwerks beitragen. Den Fresken und dem Stuck hat im Laufe der Jahre vor allem der Kerzenrauch zugesetzt. Die bevorstehende Sanierung ist den Salesianern ein besonderes Anliegen. Die Hauskapelle ist laut Kloster-Direktor Pater Claudius Amann „das spirituelle Herz des Klosters“.

Der Segment-Vorschlag von Josef Draxinger hat bereits Interessierte gefunden. Nach der Vorstellung der Stückelung im Jahresbericht des Fördervereins sind schon 15 000 Euro eingegangen. „Hoffentlich haben wir die 40 000 bald beisammen, damit wir im Laufe des Jahres die Zuschussanträge stellen können“, sagt der Schatzmeister. Die Arbeiten könnten Anfang 2012 beginnen.

Von den Sponsoren-Segmenten ist auch Prof. Stefan Oster angetan. „Das ist eine schöne Idee“, sagt der Salesianer-Pater, der als beratendes Vorstandsmitglied im Förderverein mitarbeitet. Die Stifternamen sollen später auf einer Tafel verewigt werden. Im Zuge der Innenrenovierung wird auch der Dachstuhl im Bereich der Hauskapelle saniert. Die Kosten dafür belaufen sich auf 120 000 Euro.

Die Sanierungen können nun früher als zunächst angenommen in Angriff genommen werden. Dazu hat letztlich ein Gutachten von Landeskonservator Dr. Egon Greipl beigetragen, der das Kloster Benediktbeuern voriges Jahr als Denkmal von „herausragender nationaler Bedeutung“ eingestuft hatte.

Internet: www.juwel-kloster-benediktbeuern.de

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