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Begeisterung für VW-Busse: Inmaculata, Stefan und Victoria Künkele.  

17. VW-Bus-Treffen: Jetzt machen schon die Kinder mit

Es ist wie ein großes Familienfest: Beim 17. VW-Bus-Treffen im Kochler Ortsteil Altjoch  waren 189 Bullis dabei.

Kochel am See Opa Helmut brachte es auf den Punkt: „Der See, die Berge, das ganze Drumherum und vor allem die vielen Freunde, die man hier immer wieder trifft. Das ist der Grund, warum ich heuer bereits zum 13. Mal zu diesem Treffen komme.“ Helmut ist mit 66 Jahren der älteste Teilnehmer des „Südbayerischen VW-Bus-Treffens“ am Kochelsee. Mit seinen Kindern und Enkelkindern ist er aus der Nähe von Sigmaringen zu dem Treffen am Campingplatz Altjoch angereist.

Das Wiedersehen mit Gleichgesinnten bewegt VW-Bus-Freunde Jahr für Jahr, für drei Tage Station am Ufer des Kochelsees zu machen. „Und das Schönste daran“, so Veranstalter Stefan Künkele: „Mittlerweile kommen bereits die Kinder mit ihrem eigenen Bulli, aus Familien, die von Anfang an dabei sind.“

Insgesamt waren es diesmal 189 VW-Busse, die von Freitag bis Sonntag auf den Campingplatz Altjoch gekommen waren. Auch wenn der Großteil aus Deutschland anrollte, so waren auch einige Liebhaber mit ihren Kultfahrzeugen bis aus Südtirol, Österreich und der Schweiz zu dem Treffen gefahren. Auch von den Fahrzeugen war alles dabei, was Volkswagen im Laufe der vielen Jahrzehnte hergestellt hat: Vom kultigen T1-Samba bis zum hochmodernen und aktuellen T6.

Im Wigwam zuhause: Dieter Landgraf in seinem VW Bus T3.

Vor 17 Jahren hatte der Lenggrieser Bulli-Fan Künkele die Idee, in der Region ein VW-Bus-Treffen auf die Beine zu stellen. 77 Fahrzeuge nahmen damals am ersten Treffen am Kochelsee teil. „Und im zweiten Jahr hatte sich die Anzahl bereits verdoppelt“, berichtet Gattin Inmaculata, die heute genauso wie mittlerweile auch Tochter Victoria bei der Organisation kräftig mithilft.

Auch die interessierten Besucher ohne VW-Bus werden immer mehr. „Gerade von den älteren Semestern höre ich da immer wieder: ,A so oan hab i auch mal ghabt“, berichtet Künkele. Was ein echter Bulli-Fan ist, der legt natürlich auch gerne bei der Instandhaltung selbst Hand an. Etwa der Unterammergauer Stefan Schädler, der mittlerweile in seinen offroad-tauglichen T4 Syncro rund 600 Stunden Arbeitszeit und etwa 25 000 Euro investiert hat: „Damit bin ich auch schon in Marokko durch die Wüste gefahren.“

Schon etwas spleenig ist der Unterhachinger Dieter Landgraf: Sein T3 aus dem Jahr 1989 mit Tirscher-Aufbau sieht von außen sogar etwas „verhaut“ aus. Das „Aha-Erlebnis“ hat der Besucher dann beim Blick ins liebevoll komplett umgestaltete Innenleben. Da fühlt man sich spontan in den Wilden Westen der USA, in ein Indianer-Museum oder in ein komfortabel ausgestattetes Wigwam versetzt. Aber auch Landgraf fühlt sich unter den Bulli-Fans wohl, tauscht Erfahrungen über sein Gefährt aus und vor allem – trifft viele über Jahre lieb gewonnene Freunde wieder. esc

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