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Reisende ins Loisachtal müssen in den Sommerferien sechs Woche auf Busse umsteigen. Unser Bild zeigt einen Zug im Hauptbahnhof in München.

Investitionen in die Strecke Kochel-Tutzing

20 Millionen Euro für neue Bahn-Technik

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Die Deutsche Bahn investiert 2017 und 2018 nochmal umfangreich in die Strecke Tutzing - Kochel. Die Reisenden müssen sich heuer in den Sommerferien auf Busse einstellen. In Bichl soll es am Falak endlich eine elektrische Schranke geben.

Bichl/Kochel am See– Erst 2013 hatte die Bahn in diese Strecke rund zwölf Millionen Euro investiert, und zwar in Erneuerung und behindertengerechten Ausbau der Bahnhöfe. Nun folgen weitere Investitionen in Höhe von derzeit geschätzt 20 Millionen Euro, berichtet die Bahn auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Arbeiten werden zuerst am elektronischen Stellwerk (ESTW) in Kochel beginnen. Dort soll die Leit- und Sicherungstechnik durch den Neubau eines ESTW erneuert werden. „Die Bedienung erfolgt künftig aus dem Stellwerk Weilheim“, berichtet ein Bahn-Pressesprecher. Die Technik wird, zusammen mit der Bahnübergangssteuerung, in Schalthäusern in den Bahnhöfen Seeshaupt, Penzberg, Bichl und Kochel errichtet.

Entlang der Strecke werden heuer in den Sommerferien eine Kabeltrasse und ein Glasfaserkabel verlegt. „Dazu wird die Strecke sechs Wochen lang gesperrt.“ Als Ersatz fahren Busse.

In den Sommerferien werden auch drei Brücken erneuert: am Säubach in Penzberg, am Mondscheinweg in Benediktbeuern und an der Franz-Marc-Straße in Ried. Die neuen Signale sollen ab Frühjahr 2018 gestellt werden. Die Erneuerung der Bahnübergänge wird dann im Sommer in Angriff genommen. Entsprechende Pläne lagen am Dienstag dem Bichler Gemeinderat vor. Hier ist nämlich die „Problemschranke“ am Gewerbegebiet Falak betroffen, die derzeit noch von Hand gekurbelt wird. Die Räte sind froh, wenn hier endlich Abhilfe geschaffen wird. Sie diskutierten über die Verkehrsführung in diesem Bereich, aber letztlich wird wohl alles so bleiben, wie es ist. Eine Beteiligung an den Kosten der Umrüstung werde es nicht geben, stellte die Gemeinde „vorsichtshalber“ (Bürgermeister Benedikt Pössenbacher) klar.

Die Bahn will Schrankenanlagen, Lichtzeichen und Steuerung erneuern und den aktuellen Vorschriften anpassen. „Beim Umbau müssen sich die Autofahrer für etwa vier bis sechs Wochen auf einspurige Verkehrsführung einstellen“, sagt der Bahn-Pressesprecher. Die Straßen- und Gehwege werden teilweise geringfügig verbreitert. Im Landkreis ist davon nur Bichl betroffen, die anderen Übergänge befinden sich Bernried, Seeshaupt, Iffeldorf und Penzberg.

Die neuen ESTW-Schalthäuser sollen zum Ende der Maßnahmen, also am Jahresende 2018, in Betrieb gehen.

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