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Heimgarten und Herzogstand

„Aktiervisten“ wollen die Gams retten: Infostand in Kochel

Die „Aktiervisten Oberland“ sorgen sich um die Gämsen an Herzogstand und Heimgarten. Am 19. Oktober gibt‘s daher einen Infostand in Kochel.

Kochel am See – Wer in letzter Zeit öfters den Heimgarten oder den Herzogstand besucht hat, dem könnte auffallen, dass weniger Gämsen zu sehen sind – diese Erfahrung haben zumindest die „Aktiervisten Oberland“ gemacht. „Mich haben schon mehrmals Leute aus unserer Gruppe darauf angesprochen, dass sie so gut wie kein Gamswild mehr entdecken können“, berichtet Sylvia Arlette Greif von der Initiative und meint: „Davon sind nicht nur Herzogstand oder Heimgarten betroffen, sondern die ganze Voralpenregion.“

„Aktiervisten“ befürchten schrumpfende Populationen

Um auf die Befürchtung einer reduzierten Gämsenpopulation aufmerksam zu machen, baut der Verein am Samstag, 19. Oktober, von 9 bis 13 Uhr am Schmied-von-Kochel-Platz einen Informationsstand auf. „Viele Förster sind der Meinung, dass der Wald dem Wild vorzuziehen sei. Das halten wir für falsch: Wald und Wild müssen nebeneinander koexistieren dürfen“, sagt Greif.

Laut Greif ist das Ziel der „Aktiervisten“ eine Erholung des Gämsenbestands. Das soll dadurch erreicht werden, dass auf kurze Sicht die Jagd eingestellt sowie Schutz- und Ruhezonen für die Tiere eingerichtet werden. Zusätzlich soll langfristig der Bestand wissenschaftlich erfasst und überwacht werden. „Auf Basis dieser wissenschaftlichen Daten können dann die Artenschutzgesetze angewandt werden, nicht wie bisher mit bloßen Schätzungen“, schlägt Greif vor.

Gams-Monitoring läuft bereits seit drei Jahren

Tatsächlich ist diese Forderung der Tierrechts-Aktivisten – zumindest im Ansatz – schon erfüllt.Seit 2016 läuft ein auf drei Jahre ausgelegtes Monitoring-Projekt des Forstministeriums in zwei Modellregionen im Bereich der Forstbetriebe Bad Tölz und Ruhpolding.  sö/va

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