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Am Sonntag brachte die Wasserwacht Walchensee zwei abgetriebene Kitesurfer und ihre Ausrüstung an Land. Am Freitag wurde ein Surfer gerettet. 

Am Walchensee

Wasserwacht rettet drei Surfer

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Ein arbeitsreiches Wochenende hat die Walchenseer Wasserwacht hinter sich gebracht. Dreimal mussten die freiwilligen Helfer ausrücken, um in Not geratene Wassersportler zu retten.

Walchensee– Am härtesten traf es am Freitag einen Surfer. Er war gegen 14 Uhr mitten auf dem See, als der Mast brach. „Er war im Prinzip manövrierunfähig“, sagt Alois Grünwald, Chef der Walchenseer Wasserwacht. Der 20-jährige Münchner versuchte zwar, Richtung Ufer zu paddeln, kam dabei aber nicht so recht vorwärts.

Tatsächlich trieb der junge Mann rund eine Stunde auf dem See, bevor ein anderer Surfer dessen Notlage bemerkte. Der Mann fuhr ans Ufer und alarmierte die Rettungskräfte.

Der unfreiwillige Aufenthalt im See war für den Münchner alles andere als gemütlich. „Er hatte nur einen Shorty an“, sagt Grünwald. Der relativ dünne Neoprenanzug, der über den Ellbogen und über den Knien endet, schützte den 20-Jährigen kaum vor dem 17 Grad kalten Wasser. „Als wir bei ihm ankamen, war er ziemlich unterkühlt“, sagt Grünwald. Mit Decken und Wärmepads wurde der junge Mann noch im Boot aufgewärmt und an Land gebracht. „Glücklicherweise stand sein Auto in der Sonne. Da hat er sich reingesetzt. Wir haben noch 20 Minuten bei ihm gewartet. Dann konnte er selbstständig nach Hause fahren.“

Zur Hilfe kam die Wasserwacht am Sonntagnachmittag auch zwei Kitesurfern, die der Wind abgetrieben hatte und die es deshalb nicht zurück zu ihren Startplätzen schafften. „Der Walchensee ist kein einfaches Kite-Revier“, erklärt Grünwald. Einmal abgetrieben gelinge es vor allem weniger Geübten kaum noch, zurück nach Sachenbach oder zur Halbinsel Zwergern zu kommen. Um 13 und um 15 Uhr wurden die beiden im Wasser dümpelten Männer aufgesammelt und ans Ufer gebracht.

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