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Leitet jetzt die kleine, familiäre Dorfschule in Walchensee : Andreas Bernhard, 39, wechselte nach seinem Referendariat an der Tölzer Jahnschule in die Idylle unterhalb des Herzogstands. 

Vom Referendariat an die Spitze einer Schule

Andreas Bernhard neuer Schulleiter am Walchensee

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Wechsel an der Dorfschule Walchensee: Zum neuen Schuljahr hat Andreas Bernhard die Leitung der privaten Bildungseinrichtung übernommen.

Walchensee– „Wer diese Schule einmal gesehen hat, hat gleich auf den ersten Blick einen schönen Eindruck“, sagt Andreas Bernhard. So fiel es dem 39-Jährigen auch nicht so schwer, sich zu entscheiden, die Leitung der Dorfschule Walchensee zu übernehmen. Sein Vorgänger Bernhard Wirth hatte sich nach zehn Jahren entschlossen, an die Dünenschule nach Amrum zu wechseln. „Über private Kontakte wurde ich darauf aufmerksam, dass eine Leitung gesucht wird“, sagt Bernhard. Er seit nicht abgeneigt gewesen, die „spannende Aufgabe“ zu übernehmen. Schnell wurde ihm bewusst, dass das was wäre, „was mich ansprechen würde“. Bernhard hatte gerade sein Referendariat an der Jahnschule Bad Tölz beendet. Er selbst kommt aus dem nördlichen Landkreis, „die Strukturen sind mir also bekannt“.

Bevor er sich entschloss, Lehrer zu werden, absolvierte Andreas Bernhard eine Ausbildung zum Betriebswirt. Ehrenamtlich widmete er sich der Arbeit mit Kindern. „Ich habe meinen Spaß daran entdeckt.“ So begann er ein Lehramtsstudium. „Ich bin den ganzen Weg von Anfang an gegangen, aber ich wollte das Referendariat machen.“

Er nennt es eine sinnvolle Zeit, noch dazu habe er das große Glück gehabt, von Lehrerausbilderin Anne Schwarz-Gewallig „wahnsinnig viel zu lernen“. Sie habe ihn auch als Persönlichkeit gestärkt. „Ich hätte mich wohl nicht getraut, gleich eine Schulleitung zu übernehmen, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, eine super Ausbildung genossen zu haben“, sagt Bernhard.

An einer kleinen Privatschule, wie der in Walchensee, gehe es sehr familiär zu. Er selbst betreue gemeinsam mit einer pädagogischen Assistenz die kombinierte erste und zweite Klasse. „Bei Unterrichten habe ich so viel Erfahrung, dass es gut läuft.“ In das Organisatorische finde er sich gerade rein, könne aber aus seiner Vergangenheit in der Wirtschaft profitieren. „Aber es ist doch noch mal was anderes – eine spannende Herausforderung.“

39 Schüler in zwei kombinierten Klassen – eins und zwei sowie drei und vier – werden derzeit von drei festen Lehrkräften unterrichtet. Dazu kommen Musiklehrer und pädagogisches Personal.

Einen Vorteil findet Bernhard, dass der Kindergarten direkt angeschlossen an die Schule ist. „Das ermöglicht den Kindern einen sanften Übergang.“ Natürlich war der erste Schultag trotzdem für die neuen Erstklässler aufregend – ebenso wie für ihn als Schulleiter. „Es ist doch immer ein besonderer Tag, auch für Lehrer. Aus diesem Moment kann man viel Positives in die nächsten Wochen mitnehmen.“ Andreas Bernhard erhielt von den Kollegen eine Schultüte mit allerhand Süßigkeiten und Nützlichem. „Das war eine sehr nette Aufmerksamkeit“, freut sich der 39-Jährige.

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Sein Ziel als Leiter: „Das Kind, seine Lebenswelt in den Mittelpunkt stellen.“ Er möchte sich darum bemühen, dass der Übergang vom Kindergarten in erste Klasse noch besser abgefedert wird und insbesondere auch den Wechsel von der zweiten in die dritte Klasse. „Hier läuft schon sehr viel richtig“, sagt Bernhard.Er möchte vieles beibehalten, sich auf die Stärken besinnen. Diese sieht er durch das familiäre Umfeld darin, dass jeder Lehrer jeden Schüler kennt und umgekehrt. „Dadurch entsteht mehr Bindung. Für Kinder ist das wichtig.“

Bei der Umgründung der Dorfschule vor elf Jahren sei ein Konzept entwickelt worden. Der Schwerpunkt wurde auf die Musik gelegt. Musik wird beispielsweise fächerübergreifend einbezogen. Zusätzliche Nachmittags-Angebote gibt es für Kinder, die über Mittag an der Schule bleiben. Bernhard: „Es ist schon viel da, das möchte ich weiter festigen.“

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