Geplant: So soll der neue Netto-Markt in Bichl aussehen.

Ausblick auf 2017 

Einkauf vor der Haustür und viel Wellness

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Bichl/Kochel am See Zwei Supermärkte und eine Therme: Wenn alles so realisiert werden kann wie geplant, wird sich im Loisachtal 2017 viel tun. Hier ein Überblick, was in den Gemeinden im neuen Jahr geplant ist.

Bad Heilbrunn

Sehr viel auf der Agenda hatBad Heilbrunn: Dort soll man an Weihnachten 2017 im neuen Supermarkt an der Birkenallee einkaufen können. Zur Anfahrt wird ein Kreisverkehr an der B472 geplant. Auch in der Ortsmitte will man die Planungen vorantreiben. „Ich möchte den Ideen- und Realisierungswettbewerb noch in der ersten Jahreshälfte anpacken“, sagt Bürgermeister Thomas Gründl. Freuen dürfen sich auch die Schüler, denn in den Sommerferien sollen im Schulhaus neue Fenster, Türen, Lampen und Schallschutzdecken angebracht werden. Kosten: gut 300 000 Euro. Die Gemeinde will zudem 30 000 Quadratmeter Grund im neuen Gewerbegebiet erschließen. Der neue Flächennutzungsplan soll bald beschlossene Sache sein. Auch das Thema Energie steht im Fokus: „In Zusammenarbeit mit der Energiewende Oberland untersuchen wir den Ist-Zustand in der ganzen Gemeinde“, sagt Gründl. Ausgehend davon werde ein Konzept zur besseren regenerativen Versorgung entwickelt. Letzteres wird 2017 aber wohl noch nicht vorliegen. Gründl will zudem mit dem Gemeinderat darüber sprechen, wie man bezahlbaren Wohnraum schafft, der auch barrierefrei ist.

Bichl

Der zweite Supermarkt im Loisachtal wird 2017 in Bichl gebaut. Projektentwickler Ratisbona will „spätenstens im November“ mit dem Neubau für den Netto-Discounter fertig sein. Außerdem geht das Projekt der Dorferneuerung in Bichl dem Ende zu. Eine der letzten Maßnahmen findet am Hochbichl statt. Er soll mit Spazierwegen und einem Aussichtsbankerl auf dem „Gipfel“ zum Verweilen einladen. Die Gemeinde plant zudem Straßenausbau- und -ersterschließungen. „Zusätzliche Maßnahmen werden erst im Rahmen der Haushaltsplanung beraten“, sagt Bürgermeister Benedikt Pössenbacher.

Benediktbeuern

Gebaut wird auch in Benediktbeuern. Dort kann man den lang ersehnten, barrierefreien Umbau des Rathauses beginnen. Die Gemeinde hat dafür einen staatlichen Zuschuss in Höhe von knapp 600 000 Euro erhalten. Insgesamt kostet der Um- und Ausbau rund eine Million Euro. Im Klosterdorf beginnt zudem der Breitbandausbau für schnelleres Internet. Außerdem werden am neuen Kinderspielplatz die letzten Arbeiten gemacht, und am 15. Juli wird das neue Feuerwehrhaus eingeweiht, teilt Bürgermeister Hans Kiefersauer mit. Im Sommer dürfen sich auch Besucher des Alpenwarmbads auf Neuerungen freuen. Von der neuen Heizungsanlage werden sie zwar beim Badebetrieb nichts sehen, dafür aber weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit für Seh- und Hörbehinderte. „Für Gehbehinderte sind wir bereits zertifiziert, und die gleiche Auszeichnung möchten wir auch für Seh- und Hörbehinderte“, sagt der Bürgermeister. Geplant sind zum Beispiel die farbliche Kennzeichnung von Stufen, Blindenschrift auf den Handläufen und visuelle Anzeigen, etwa Gewitterwarnungen. Die Lautsprecherdurchsagen des Bademeisters soll man kommenden Sommer auch auf der Liegewiese hören können. Und der Kiosk soll auch mit Rollstuhl gut anfahrbar sein. „Das sind viele Maßnahmen, die aber wenig Geld kosten“, sagt Kiefersauer. Der Gemeinderat wird sich zudem mit dem sozialen Wohnungsbau beschäftigen, sagt der Bürgermeister weiter und nennt als Beispiel das Gelände am alten Feuerwehrhaus. Auch die Dorferneuerung will er weiter verfolgen, genauer gesagt den Umbau des Gästeparks und eventuell die Planungen zur Dorfstraße. In Planung sei zudem der Bau einer Turbine am alten Hochbehälter (Nahe Bavariahütte), um so zirka 50 Haushalte mit Energie versorgen zu können. Die Gemeinde will zudem das Gewerbegebiet am Mondscheinweg weiter erschließen sowie Straßen und Wasserleitungen sanieren.

Schlehdorf

Bauarbeiten laufen auch in Schlehdorf. Doch wann die Großprojekte verwirklicht werden können, kann man derzeit noch nicht sagen. Wie berichtet hat man auf dem Gelände, auf dem das neue Senioren- und Pflegeheim gebaut werden soll, alte Klostermauern gefunden, so dass derzeit Archäologen Grabungen durchführen. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, will Bürgermeister Stefan Jocher „so schnell wie möglich“ weiterbauen. Auch der lang diskutierte Brückenneubau über Loisach und Mühlbach steht derzeit wieder auf der Warteliste, weil dort möglicherweise Fledermäuse nisten. Freuen können sich aber auf jeden Fall die jüngsten Bürger: Die Gemeinde will den 18 Jahre alten Spielplatz umfassend sanieren und mit neuen Geräten ausstatten.

Kochel am See

Bereits fertig: Die Innenbecken im Saunabereich des neuen Trimini.

Gleich vorne weg: Eine Jubiläumsveranstaltung der Gemeinde Kochel ist 2017 nicht geplant. Eine größere und für die Gemeinde auch entsprechend bedeutende Veranstaltung wird aber sicherlich die feierliche Eröffnung des sanierten und erweiterten „Kristall-Trimini“ in der zweiten März-Hälfte 2017 sein. Der exakte Termin für den Startschuss der Therme steht noch nicht fest. „Da noch einiges an Arbeit ansteht, bis eröffnet werden kann, wird dies auch das Hauptthema in den ersten Monaten in unserer Kommune sein“, sagt Bürgermeister Thomas Holz. Die weiteren Schwerpunkte werden dann sicherlich die Sanierung der gemeindlichen Kindertagesstätte KoKiTa und die Vorbereitungen für die Errichtung des Fuß- und Radweges Ried-Pessenbach sein. Da für die Sanierung der „KoKiTa“ ein Umzug in das ehemalige Schulhaus im St. Annaheim geplant ist, laufen die Vorbereitungen schon seit Monaten. Abhängig ist der Zeitplan laut Holz vom Vorliegen einer entsprechenden staatlichen Förderzusage. Auch für den Fuß- und Radweg ist neben dem Abschluss von einigen Grundstückskaufverträgen noch eine Förderzusage notwendig. Zudem sollen die Planungen für den Umzug des Bauhofs in das ehemalige Verstärkeramt abgeschlossen werden.

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