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Kochelseebahn fährt in umgestürzten Baum: Was Sturm „Fabienne“ im Landkreis angerichtet hat

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Von: Silke Scheder

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Diese Weide blockierte die Gleise in Kochel am See. Ein Zug konnte nicht mehr bremsen und fuhr hinein. © Foto: Feuerwehr Ried

Steinschlag und umgestürzte Bäume: Das Sturmtief Fabienne fegte in der Nach auf Montag über den Landkreis hinweg.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sturmtief „Fabienne“ fegte am Sonntag und in der Nacht auf Montag mit orkanartigen Böen über Deutschland hinweg und richtete dabei beträchtliche Schäden an. Im Kreis Bamberg wurde sogar eine Frau von einem Baum erschlagen. Die Region kam hingegen glimpflich davon.

Zehnmal rückte die Feuerwehr aus

Zehnmal musste die Feuerwehr laut Kreisbrandrat Karl Murböck ausrücken. Unter anderem in Wackersberg, der Jachenau, Wegscheid und in Greiling blockierten umgestürzte Bäume die Straßen. In Kochel am See landete eine Weide auf den Schienen zwischen dem Kochler Ortsteil Ort und dem Gewerbegebiet Pessenbach. Der Zugführer, der in Fahrtrichtung Tutzing unterwegs war, konnte wohl nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr gegen 23 Uhr in den Baum. Glücklicherweise überstanden die sieben Passagiere und das Personal die Kollision unverletzt. Die Strecke war rund zweieinhalb Stunden gesperrt. Der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen, nachdem die Feuerwehr die Äste entfernt hatte.

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Kollision ging glimpflich aus 

Insgesamt waren laut Einsatzleiter Anton Streidl rund 30 Mitglieder der Feuerwehren Ried und Kochel am See im Einsatz. Der Sachschaden am Zug fällt laut einem Bahnsprecher kaum ins Gewicht, da die Oberleitung nicht beschädigt worden war. Kochels Bürgermeister Thomas W. Holz machte sich selbst ein Bild und zeigte sich erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. „Wären nicht nur die obersten Äste des Baums, sondern der Stamm oder massivere Äste auf den Schienen gelegen, hätte diese Kollision ganz anders enden können.“

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Fußballgroße Gesteinsbrocken auf der Fahrbahn

In Wolfratshausen konnte die Feuerwehr am späten Sonntagabend ebenfalls Schlimmeres verhindern: An der Sauerlacher Straße drohten starke Windböen, das Baugerüst an einem Supermarkt umzureißen. Die Rettungskräfte konnten die Konstruktion rechtzeitig sichern.

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Ebenfalls ohne Folgen blieb ein Steinschlag am frühen Montagmorgen auf der Bundesstraße 307 zwischen Damm und Brücke. Nach Angaben der Tölzer Polizei waren fußballgroße Gesteinsbrocken auf die Fahrbahn gefallen. Die Straßenmeisterei beseitigte die gefährlichen Hindernisse.

sis

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