Einsatz in Kochel: In diesem Abrisshaus war eine Mörsergranate gefunden worden. Per Drehleiter der Feuerwehr suchten die Spezialisten abschließend das Haus ab, um auszuschließen, dass dort weitere Granaten liegen.
+
Einsatz in Kochel: In diesem Abrisshaus war eine Mörsergranate gefunden worden. Per Drehleiter der Feuerwehr suchten die Spezialisten abschließend das Haus ab, um auszuschließen, dass dort weitere Granaten liegen.

Großer Einsatz

Baggerfahrer findet bei Abbrucharbeiten in Kochel Mörsergranate

  • Stefanie Wegele
    VonStefanie Wegele
    schließen

Bei Abrissarbeiten an einem seit Langem leer stehenden Haus in Kochel machten Arbeiter einen überraschenden Fund. Es handelte sich womöglich um ein Relikt aus dem Jugoslawien-Krieg.

Kochel am See – Ein Granatenfund in einem leer stehenden Haus am Döllerfeldweg in Kochel hat am Donnerstag in der Früh Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamtes (LKA) auf den Plan gerufen. Ein Granatenfund in einem leer stehenden Haus am Döllerfeldweg in Kochel hat am Donnerstag in der Früh Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamtes (LKA) auf den Plan gerufen. Wenige Stunden später konnten die Einsatzkräfte bereits Entwarnung geben. Die italienische Mörsergranate war nicht gefährlich. Denn sowohl Sprengstoff, als auch Zünder waren bereits zuvor entfernt worden.

Granatenfund bei Abbrucharbeiten in Kochel: Sechs Anwohner müssen haus verlassen

Kurz vor 9 Uhr hatte der Baggerfahrer einer Baufirma beim Abriss des Gebäudes die Granate herunterfallen sehen und die Polizei alarmiert. „Die Granate war offenbar in der Zwischendecke gelegen und ist ins Erdgeschoss gefallen“, berichtet Polizeiobermeister Johann Eder. Die Beamten verständigten die Feuerwehr, die mit 15 Kräften anrückte, ebenso wie der Rettungsdienst. Zudem wurde die Technische Sondergruppe (TSG) des LKA alarmiert, die vor allem Bomben entschärfen. In einem Radius von 100 Metern um den Granatenfund herum sperrten die Einsatzkräfte ab, sechs Menschen mussten zur Sicherheit ihre Häuser verlassen, weitere Anwohner wurden informiert.

Dann kamen die Sprengstoff-Experten zum Einsatz: Mit einem speziellen Gerät röntgten sie die Mörsergranate. „Dabei stellten sie fest, dass kein Sprengstoff in der Granate ist“, berichtet Johann Eder. Zudem war der Zünder entfernt worden.

Einsatz wegen alter Granate in Kochel nach vier Stunden beendet

Das Gebäude am Döllerfeldweg steht bereits seit mehreren Jahren leer. Seit wann die Mörsergranate in der Zwischendecke lag und wer sie dort deponiert hat, ist unklar. Ebenso, wer sie auseinandergebaut und den Sprengstoff entfernt hat. In den 1990er-Jahren lebten in dem Haus Geflüchtete aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Schließlich suchten die Spezialisten mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr Kochel von oben das Gebäude ab, um sicherzustellen, dass keine weiteren Granaten oder Ähnliches in dem Abrisshaus liegen. Dann nahmen die Experten die Mörsergranate mit. Nach etwa vier Stunden war der Einsatz beendet.  

(weg)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare