In den vergangenen Tagen mussten die Retter an Wasser und Land ausrücken. Foto: Wasserwacht Walchensee

Beinahe-Tauchunfall am Walchensee

Schutzengel gibt’s auch unter Wasser

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Walchensee – Die Sommer-Saison am Walchensee ist vorbei, doch die örtliche Wasserwacht ist bei dem schönen Herbstwetter weiterhin gefordert. Das geht aus dem Pressebericht der Ehrenamtlichen hervor.

Am vergangenen Sonntagnachmittag war ein Surfer nahe der Insel Sassau in Seenot geraten. Zu dem Zeitpunkt herrschte starker Wind. Dem 29-jährigen Sportler aus Memmingen war nach mehr als fünf Stunden auf dem Wasser die Kraft ausgegangenen, weshalb andere Sportler die Wasserwacht alarmierten. Die Ehrenamtlichen brachten den Allgäuer, der nicht ausreichend gekleidet und deshalb schon unterkühlt war, mit dem Boot an Land. Auch für sie war der Wellengang eine Herausforderung.

Am Montag hatte ein Kite-Surfer aus München Probleme mit dem Material seines Sportgeräts. Er blieb nahe der Insel Sassau im Wasser liegen und kam aus eigener Kraft nicht mehr weiter. Auch hier alarmierten andere Wassersportler die Rettungskräfte, die dem Münchner halfen und ihn an Land brachten. Der junge Mann blieb unverletzt, auch deshalb, weil er „vernünftig gekleidet“ war, heißt es im Pressebericht.

Auch am vorletzten Wochenende mussten die Retter an Wasser und Land ausrücken. Am vorletzten Sonntag war ein Vater, der seinen zweijährigen Sohn auf den Schultern trug, so unglücklich gestolpert, dass das Kind beim Aufprall schwer verletzt wurde. Es kam mit dem Hubschrauber in die Unfallklinik nach Murnau.

Tags zuvor hatten zwei Taucher aus dem Allgäu großes Glück im Unglück. Die beiden Männer wollten nahe der Pioniertafel ins Wasser gehen. Sie trugen Trockentauchanzüge. Einer der beiden, ein 41-Jähriger aus Fischen, bekam plötzlich Probleme mit dem Luftventil im Anzug und sackte ab. Sein Kamerad, ein gleichaltriger Mann aus Kempten, tauchte ihm nach, verlor ihn aber in einer Tiefe von zirka 40 Metern aus dem Auge. Der Kemptner tauchte wieder nach oben und alarmierte die Rettungskräfte. Kurze Zeit später, noch vor deren Eintreffen, tauchte sein Kompagnon einige Meter entfernt wieder auf – er hatte das Problem mit dem Luftventil selbst lösen können, indem er kopfunter, also mit den Füßen nach oben, auftauchte. Der Mann sei ein erfahrener Taucher, so die Wasserwacht Walchensee. Gleichwohl habe er aber großes Glück gehabt.  

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