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Polizei

Betrunkener Rollerfahrer angefahren: Schwere Kopfverletzung

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Gleich zwei Mal krachte es am Sonntag auf der B 11 im Gemeindegebiet Kochel. Bei einem der Unfälle verletzte sich ein Benediktbeurer (55) schwer am Kopf. 

Kochel am See – Auf der Bundesstraße 11 im Gemeindebereich Kochel am See sind am Sonntag zwei Unfälle passiert. Bei einem davon zog sich ein 55-jähriger Mann aus Benediktbeuern eine schwere Kopfverletzung zu. Der Rollerfahrer hatte zwar einen Helm auf. Offensichtlich hatte er den Kinnriemen aber nicht geschlossen. Es war nicht sein einziger Fehler. 

Wie die Polizei mitteilt, war der Benediktbeurer gegen 17.30 Uhr mit seinem Kleinkraftrad der Marke Kymco vom Walchensee kommend in Richtung Kochel unterwegs, als er kurz vor dem Ortsschild von einem Auto erfasst wurde. Am Steuer des VW saß ein Mann (33) aus Unterföhring. Er war ebenfalls in Richtung Kochel unterwegs und wollte nach links auf einen Parkplatz abbiegen. Dabei übersah er den Rollerfahrer. Der war an der Kolonne vorbeigefahren, die sich gebildet hatte, als der Autofahrer seine Fahrt verlangsamte. Durch den Zusammenstoß stürzte der Benediktbeurer. Er zog sich neben der schweren Kopfverletzung weitere Blessuren zu.

Bei der Unfallaufnahme nahmen die Polizeibeamten bei dem Rollerfahrer Alkoholgeruch wahr. Ein Atemtest ergab knapp zwei Promille. Außerdem stellte die Polizei fest, dass der Mann offenbar keine Fahrerlaubnis für das Zweirad besaß, an dem ein Schaden in Höhe von zirka 500 Euro entstand. Der Schaden an dem VW wird auf 3000 Euro geschätzt. Der Benediktbeurer wurde mit dem Rettungswagen in die Unfallklinik nach Murnau gebracht, der Mann aus Unterföhring blieb unverletzt. 

Missglücktes Überholmanöver

Der zweite Unfall ereignete sich am Vormittag gegen 11 Uhr zwischen Ried und Pessenbach in Richtung Kochel. Kurz vor einer Rechtskurve überholte ein VW-Fahrer (73) aus Schäftlarn ein Wohnmobil der Marke Fiat. An dessen Steuer saß ein Mann (67) aus Spangenberg. Das Manöver missglückte und die beiden Fahrzeuge kollidierten. 

Hinsichtlich der Ursache waren sich die Beteiligten laut Polizei uneinig. Der Wohnmobilfahrer wirft dem Unfallgegner vor, zu knapp vor ihm eingeschert zu sein. Der VW-Fahrer hält dagegen, dass der andere während des Überholvorgangs zu weit nach links gekommen sei. Die Spurenlage trägt nicht zur Wahrheitsfindung bei, weshalb die Kochler Polizei unter Telefon 0 80 41/76 10 62 73 um Hinweise bittet. Die Beamten schätzen den Schaden auf rund 5500 Euro. 

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