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16 Motorradfahrer wurden am Freitag am Kesselberg beanstandet.

Motorrad-Kontrolle

Biker am Kesselberg: Zu hohes Tempo, zu lauter Auspuff

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Ein arbeitsreiches Wochenende hat die Kontrollgruppe Motorrad hinter sich. Am Kesselberg  mussten zahlreiche Biker beanstandet werden. Die Liste der Verfehlungen ist lang.

Kochel am See - 16 Biker erregten am Freitag in Kochel am See die besondere Aufmerksamkeit der Polizeibeamten. Die Liste der Verfehlungen ist lang: Missachtung des Überholverbots, erhebliche Überschreitungen der erlaubten Geschwindigkeit, unzulässige Umbauten an den Maschinen und – zum Ärger der Anwohner – manipulierte Auspuffanlagen. 

Zwei österreichische Motorradfahrer hatten die Dämpfereinsätze entfernt und verursachten so einen Höllenlärm, wie Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, berichtet. Für die beiden endete der Ausflug am Kesselberg noch an Ort und Stelle. Die Männer erwartet ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro, außerdem durften sie sich selbst um den Abtransport ihrer Bikes kümmern. 

Ebenfalls negativ auf fiel ein Berliner Urlauber. Er hatte das Kennzeichen seiner Maschine kaum mehr lesbar nach oben gebogen. Der Trick half ihm nichts: Gegen ihn wird Strafanzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs erstattet.

 Das nächste unschöne Erlebnis hatte die Videostreife der Polizei bei der Rückfahrt von der Kontrolle am Kesselberg. Auf der B 13 von Bad Tölz in Richtung Holzkirchen wurden die Beamten von einer Honda Fire Blade sehr sportlich überholt. Die folgenden Messungen auf der Landstraße ergaben Spitzengeschwindigkeiten von 190 km/h. Als ihn die Polizei schließlich stoppte, zeigte sich der 31-jährige Ebersberger sehr reumütig. Das erspart ihm allerdings nicht die Geldbuße in Höhe von rund 600 Euro. Zudem muss er mit zwei Monaten Fahrverbot rechnen.

Die Kontrollgruppe weist die Fahrer bei den Überprüfungen auch auf Mängel an ihren Maschinen hin. Auch davon gab es einige: Beanstandet werden müsse hier immer wieder die fehlende Mindestprofiltiefe der Reifen, heißt es im Pressebericht der Polizei. Gerade im Herbst mit Laub und Nässe auf der Fahrbahn sei ein guter Reifen aber lebenswichtig. Thalmeier: „Wer hier spart, riskiert einen Ausrutscher, der mit Sicherheit mehr kostet als ein neuer Reifen.“

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