Steht seit Montag für einen Monat still: die Herzogstandbahn.
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Steht seit Montag für einen Monat still: die Herzogstandbahn.

Bergbahn ist derzeit in Revision

Sommerbilanz: „Blaues Auge“ für die Herzogstandbahn

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Mit gemischten Gefühlen blickt Jörg Findeisen, Betriebsleiter der Herzogstandbahn, auf den vergangangen Sommer zurück. Seit Montag ist die Bahn im Zuge der neuen Corona-Verordnungen geschlossen.

Kochel am See – „Es ist ein außergewöhnliches Jahr“, sagt Jörg Findeisen mit Blick auf die Entwicklung. Alles zu organisieren, sei eine große Herausforderung gewesen. Genaue Zahlen wird die Bahn erst nach Jahresende vorlegen können, derzeit hat Findeisen nur die monatlichen Übersichten vor sich. In den Sommermonaten waren die Besucherzahlen gut, die Kosten gedeckt. Das sei aber nur eine Seite der Medaille.

Denn aufgrund der Hygiene-Vorschriften musste mehr Reinigungspersonal eingestellt werden. Zu Hoch-Zeiten habe man jede Stunde geputzt, berichtet der Betriebsleiter. Weil für die Kabinenbahn eine Höchstgrenze an Besuchern eingeführt wurde, musste die Bahn öfter fahren, was wiederum einen größeren Wartungsaufwand nach sich zog. „Diese gesamten Kosten werden alle erst am Jahresende ausgewertet“, sagt Findeisen über die andere Seite der Medaille. Er rechnet am Ende mit „einem blauen Auge“ für die Bahn.

Am zurückliegenden Allerheiligen-Wochenende, also den letzten Tagen vor dem erneuten Lockdown in vielen Bereichen, sei der Andrang erstaunlicherweise überschaubar gewesen – trotz des guten Wetters. „Mein Eindruck ist, dass die Leute schon jetzt vorsichtig geworden sind.“ Den erwarteten Ansturm habe es jedenfalls nicht gegeben.

Wie im November üblich, finden bei der Herzogstandbahn jetzt Revisionsarbeiten statt. „Für uns ist das die arbeitsintensivste Zeit des Jahres“, sagt Findeisen. Das Team kontrolliert die Seile, baut Anlagenteile aus den Kabinen aus und begutachtet die Verschleißteile, prüft Antriebstechnik und Bremsen – um nur einige Beispiele aus dem 400-Punkte-Katalog zu nennen. Findeisen hofft, dass die Bahn Anfang Dezember dann wieder den Betrieb für die Wintertouristen aufnehmen kann. „Wir schauen jetzt nach vorne“, sagt der Betriebsleiter. Auch im Berggasthof hoffe man, im Dezember wieder Besucher bewirten zu dürfen.

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