Tests im Seniorenheim sind für vollständig geimpfte oder genesene Besucher nicht mehr vorgeschrieben. Noch wurde die neue Regel aber nicht überall umgesetzt.
+
Bald soll man sich auch Kochel und in Schlehdorf schnelltesten lassen können.

Eröffnung in Kürze geplant

Corona: Zwei neue Teststationen in Kochel und Schlehdorf

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
    schließen

Dass es in den fünf Loisachtalgemeinden bislang nur eine Corona-Teststation gab, war ein Problem. Nun werden in Kürze zwei Stationen in Kochel und Schlehdorf geschaffen. Das Personal ist jedoch knapp.

Kochel am See/Schlehdorf – Einheimische, die sich testen lassen wollen oder müssen und Urlauber, die für ihren Aufenthalt einen Negativ-Nachweis brauchen: Einzig die Marien-Apotheke in Benediktbeuern führt bislang Tests durch, die beiden Apotheken in Kochel am See nicht. „Wir haben nicht die entsprechenden Räumlichkeiten“, sagt Apotheker Heinrich Stark von der Christophorus-Apotheke. Es gebe sehr viele Auflagen, und das Personal sei knapp.

Kochel startet mit Teststation wohl in der Woche nach den Pfingstferien

Die Gemeinde Kochel wird nun eine Teststation im Lesesaal der Tourist-Info einrichten, auch wenn dies, wie Bürgermeister Thomas Holz klarstellt, „nicht die Aufgabe einer Gemeinde ist“. Träger ist das Rote Kreuz. Start ist voraussichtlich in der Woche nach den Pfingstferien. „Die örtlichen Rettungsorganisationen stellen ihre Ehrenamtlichen als Helfer zur Verfügung“, dankt Holz den Mitgliedern von Wasserwachten, Bergwacht und Feuerwehren. Die genaue Umsetzung sei derzeit noch in der Planung. Angedacht sei, zwei- bis dreimal in der Woche abends eine Testung anzubieten. „Je nach Bedarf und Personaldecke“, sagt Holz.

In Schlehdorf könnte die Teststation im Rathaus entstehen

Das BRK muss die Helfer zuerst noch schulen, berichtet Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer. Mithelfen können übrigens auch Freiwillige, die bislang in keiner dieser Rettungsorganisation engagiert sind. Schäfer steht auch in Kontakt mit Schlehdorfs Bürgermeister Jocher. „Wahrscheinlich wird es in der Gemeinde eine Teststation im Rathaus geben“, sagt Schäfer. Im Kochler Ortsteil Walchensee ist keine Teststation in Planung, sagt Holz und verweist auf die entsprechende Möglichkeit in Wallgau.

Wie genau die Umsetzung in Kochel und Schlehdorf laufen wird, ist laut Schäfer noch in Bearbeitung. „Vorerst ohne Anmeldung, und das Ergebnis gibt es in Papierform.“ Das BRK werde an die landkreisweite Plattform „TestQ“ angeschlossen, die über die Adresse www.toel-wor-testet.de erreichbar sein wird. Wie berichtet, müssen sich die Bürger dort nur einmalig registrieren, um dann mittels QR-Code das Angebot einer der teilnehmenden Stationen zu nutzen. Das Ergebnis wird dann zum Beispiel aufs Handy übermittelt. Auch den Helfern erleichtert dies die Arbeit, denn sie müssen die Personendaten dann nicht mehr erfassen.

Personelle Ressourcen bei den Rettungsorganisationen sind begrenzt

Die Ehrenamtlichen der Rettungsorganisationen sind zurückhaltend in Bezug auf die weitere Entwicklung. „Es ist eine sehr große Herausforderung, und bei allen sind die Ressourcen begrenzt“, sagt Toni Simmeth, Vorsitzender der Wasserwacht. „Schließlich weiß man ja nicht, wie lange dieser Einsatz dauern wird. Und jetzt kommt die Haupturlaubszeit.“ Problematisch sei vor allem, was man mache, wenn während der Testung plötzlich der Piepser für einen Einsatz losgeht.

Ähnlich äußert sich auch Bergwacht-Chef Toni Geiger: „Der Bergrettungsdienst hat oberste Priorität, unsere Einsatzfähigkeit steht im Vordergrund.“ Wie bei der Wasserwacht hätten sich auch von Seiten der Bergwacht schon Freiwillige gemeldet, „aber es geht nur in dem Rahmen, in dem es uns möglich ist“. Die gleiche Ansicht vertritt Hubert Resenberger, Kommandant der Kochler Feuerwehr: „Wir müssen schauen, wie sich die Lage entwickelt. Wir gehen davon aus, dass es im Sommer bei vielen Touristen auch wieder zu mehr Einsätzen kommen wird.“ Einfach, sagt Resenberger, sei das Ganze jedenfalls nicht.

Freiwillige Helfer: Wer auch mithelfen will bei den Testungen, soll sich beim BRK in Bad Tölz (Telefon 0 80 41/7 65 50) oder im Kochler Rathaus (Telefon 0 88 51/9 21 20) melden.

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage im Landkreis gibt es hier.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare