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Wurden am Freitag im Gasthaus Post in Kochel am See nominiert: Landtagskandidat Martin Bachhuber (li.) und Thomas Schwarzenberger, der für den Bezirktstag kandidiert.  

CSU nominiert

Zwei fleißige „Kümmerer“

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Zwar steht im September erst einmal die Abstimmung über den Bundestag an. Die CSU ist aber bereits für die Landtags- und Bezirkstagswahl 2018 gerüstet. Am Freitagabend nominierte die Union in Kochel am See die Stimmkreisbewerber Martin Bachhuber (Landtag) und Thomas Schwarzen (Bezirkstag).

Kochel am See– Die Abstimmung war eine klare Sache. Der Heilbrunner Martin Bachhuber (61), der sich für seine dritte Amtszeit bewirbt, bekam von den 85 Stimmberechtigten aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen nur eine Nein-Stimme. Der Krüner Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (46) wurde einstimmig gewählt. Er strebt seine zweite Amtszeit als Bezirksrat an.

Vor zwei Jahren habe er „enormes Glück gehabt“, erinnerte sich Bachhuber in seiner sehr persönlichen Rede an seinen Herzinfarkt, den er bei einer Wanderung in Tirol erlitten hatte. „Heute geht es mir besser als je zuvor.“ Dass er sich mit seinen 61 Jahren noch einmal als Landtagsabgeordneter bewerbe, habe nichts damit zu tun, dass ihm langweilig sei. Wie auch – bei vier Enkeln, drei Kindern und einer „umtriebigen Frau“. Aber die Arbeit als Abgeordneter mache ihm einfach Spaß. „Für mich gibt es nichts Schöneres als für diese Region tätig zu sein. Ich bin ein Tiefwurzler. Ich habe meine Heimat nie verlassen“, sagte Bachhuber. „Meine Dosis Glück hole ich mir, wenn ich dazu beitragen kann, die Sorgen und Nöte der Menschen im Stimmkreis zu mildern oder aufzulösen.“

Er habe sich eingesetzt für Verbesserungen bei der BOB und der Werdenfelsbahn, für die Ortsdurchfahrt Obermühltal, die Finanzierung des Radwegs von Lenggries in die Jachenau oder auch für die Tunnelprojekte im Werdenfelser Land. Und er habe sich immer darum bemüht, dass die S7-Verlängerung von Wolfratshausen nach Geretsried auf der Agenda blieb. „Ohne die CSU wäre das Projekt schon längst gestorben“, sagte Bachhuber.

Aus den Kreisverbänden gab es viel Lob für Bachhubers Arbeit. „Du bist ein ganz präsenter Ansprechpartner für die Bürger vor Ort“, sagte der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl. „Der Martin ist ein Kümmerer“, ergänzte der Garmischer Kreis-CSU-Chef Michael Rapp.

Dass ihm seine Arbeit als Bezirksrat „sehr viel Spaß macht“, betonte Thomas Schwarzenberger. Er bedauerte allerdings, dass nur wenige wissen, was der Bezirk eigentlich mache. „Er ist als überörtlicher Sozialhilfeträger für die Menschen zuständig, die nicht so auf der Sonnenseite stehen.“ Dazu gehören unter anderem Menschen mit Behinderung. Viele würden nur wahrnehmen, dass die Landkreise jedes Jahr Millionenbeträge an den Bezirk abführen müssen. 40 Millionen sind das im Fall von Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. „Aber 50 Millionen fließen hier an Bürger und Einrichtungen zurück.“ Mitfinanziert werden vom Bezirk in den beiden Landkreisen beispielsweise die Oberland-Werkstätten für Menschen mit Behinderung, aber auch das Freilichtmuseum Glentleiten.

Er habe in seiner ersten Amtsperiode viel dazu gelernt und sich in viele Themen eingearbeitet, sagte Schwarzenberger. „Ich denke, dass ich mich einbringen und die Interessen der Region vertreten konnte.“ Und auch für die Zukunft gelte: „Ich biete allen meine Zusammenarbeit an.“ Für den Tölzer Kreischef Bachhuber und seinen Garmischer Kollegen Rapp war Schwarzenberger „der Wunschkandidat. Du bist ein fleißiger, bodenständiger Kommunalpolitiker“, so Bachhuber.

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