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Angespannte Gesichter: Vorsitzender Gerd Weidehaas (re.) – hier mit Abteilungsleiter Andi Leiß (li.) und Schriftführer Georg Sam – appellierte an das Zusammengehörigkeits-Gefühl der FCKS-Mitglieder.

Damoklesschwert überm Fußballplatz

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Es sind infrastrukturelle Probleme, die zudem aktuell nicht lösbar sind, die den FC Kochelsee Schlehdorf derzeit belasten. Doch auch personell sieht es in Sachen Juniorentrainer und -betreuer sowie Schiedsrichter-Nachwuchs nicht allzu rosig aus. Sportlich hingegen, ist (fast) alles im Lot. Dies kam alles in der Jahreshauptversammlung des Fußballclubs zur Sprache.

Schlehdorf – „Wir haben im Vergleich zu anderen Vereinen bei der Platzpflege die doppelte Belastung, da wir uns in Schlehdorf und in Kochel gleich um zwei Sportstätten kümmern müssen“, erklärte der Vorsitzende Gerd Weidehaas. Vor allem in Kochel müsste einiges saniert und instandgesetzt werden. „Aber da hängt ein richtiges Damoklesschwert über uns, seitdem man bei Untersuchungen Teeröl im Boden gefunden hat.“

Insgesamt 109 Kernsondierungen waren auf der ehemaligen Hausmüll-Deponie, also dort wo jetzt die Sportplätze sind, durchgeführt worden. „Und jetzt wurde dort das giftige Teeröl gefunden, deshalb sind weitere Untersuchungen notwendig, ehe die übergeordneten Behörden eine Entscheidung treffen können, ob und was wir tun müssen“, erklärte dazu Kochels Bürgermeister Thomas Holz.

Auch wenn die Fachbehörden laut dem Rathauschef erklärt hatten, „dass Sport dort problemlos betrieben werden könne“, hilft das dem FCKS nicht weiter. Denn verständlicherweise nimmt die Gemeinde keinerlei größere Investitionen vor, ehe feststeht, wie mit dem Gelände weiter zu verfahren ist. Weitere Untersuchungsresultate und damit eine Entscheidung, was zu tun ist, sind dabei nicht vor dem Frühjahr 2019 zu erwarten.

Pech haben die FCKS-Kicker auch beim Schlehdorfer Platz mit dem Ansinnen auf Flutlicht oder alleine schon dem Anbringen fester Werbebanner. „Das Gelände dort gehört bekanntlich dem Freistaat Bayern und ist zudem Überschwemmungsgebiet“, erklärte der Schlehdorfer Bürgermeister Stefan Jocher. Da gerade für Letzteres die gesetzlichen Vorgaben ständig schärfer würden, „brauche ich bei der zuständigen Schlösser- und Seenverwaltung wegen irgendwelcher baulichen Maßnahmen gar nicht nachzufragen. Das ist absolut zwecklos.“ Beide Bürgermeister sicherten aber dem regen Verein ihre weitere Unterstützung im Rahmen des Möglichen zu: „Gerade in Sachen Nachwuchsarbeit ist das einer unserer aktivsten Vereine.“

Abteilungsleiter Andi Leiß lobte vor allem die stark gestiegene Trainingsbeteiligung bei den Senioren unter dem neuen Trainergespann Christoph und Martin Weidehaas sowie Toni Geiger IV („Quattro“). Es sei freilich „ein ständiger Kampf“ ausreichend Trainer und Betreuer für den Nachwuchs zu finden. Derzeit verfügt der FCKS über eigene F-, E- und D-Juniorenteams, während die C-, B- und A-Junioren in Spielgemeinschaften mit dem SV Habach sind. Auch müsse man ständig Verbandsstrafen bezahlen, da der Verein nur noch über zwei aktive Referees verfügt. Deshalb würden auch für Interessenten die Ausbildungskosten sowohl für Trainerscheine als auch für Schiedsrichter-Lehrgänge übernommen.

Eindringlich appellierte Leiß an die Versammlung: „Bitte helft uns und meldet euch. Wir wollen ja unseren Nachwuchsbetrieb weiterhin in der gewohnten Güte weiterführen.“

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