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Nikolaus-Aktion der Jungen Union Kochel heuer mit Abstand

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Von: Elena Royer

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Kontaktloser Nikolaus-Besuch: Das ist der Plan für die Aktion der Jungen Union Kochel. Das Foto stammt von einem Nikolaus-Dienst vor Corona und zeigt die Nikoläuse zusammen mit den Krampussen.
Kontaktloser Nikolaus-Besuch: Das ist der Plan für die Aktion der Jungen Union Kochel. Das Foto stammt von einem Nikolaus-Dienst vor Corona und zeigt die Nikoläuse zusammen mit den Krampussen. © privat

Der Besuch von Nikolaus und Krampus gehört für viele Familien zur guten Tradition in der Vorweihnachtszeit. Die Junge Union Kochel bietet die Aktion auch heuer wieder an, nur eben anders organisiert.

Kochel am See – Selbst der heilige St. Nikolaus kann sich mit dem Coronavirus anstecken – und es weitergeben. Deshalb besucht er heuer das zweite Jahr in Folge die Familien nicht in ihren Häusern. Damit wenigstens für die Kinder ein Stückchen Normalität in Zeiten der Pandemie gewahrt werden kann, führt die Junge Union (JU) Kochel am See ihre beliebte Nikolausaktion trotzdem durch – allerdings mit ausreichend Abstand.

„Uns ist wichtig, dass diese Tradition nicht verloren geht“, sagt Florian Lantenhammer, der Vorsitzende der JU Kochel. „Gerade bei uns im ländlichen Raum gehört ein Besuch des Nikolauses einfach dazu.“ Trotzdem kann die Nikolaus-Aktion nicht wie gewohnt stattfinden. „Wir werden heuer leider den direkten Kontakt bei unseren Besuchen im Haus ausschließen“, sagt Lantenhammer, der selbst schon viele Jahre als Nikolaus aktiv ist. Stattdessen wird der heilige Nikolaus die Buben und Mädchen nur im Freien besuchen. „Für die Kinder soll es auch Sinn machen. Sie sollen ja den Nikolaus auch sehen können.“

Am Fenster oder an der Terrassentür

Und so wird der Heilige mit dem Bischofsstab und dem weißen Bart heuer eben an ein zuvor mit den Eltern vereinbartes Fenster klopfen oder sich an der Terrassentür zeigen und seinen Sack, gefüllt mit Geschenken, dort abstellen. „Die Eltern können ihren Kindern dann erklären, dass der Nikolaus heuer nicht ins Haus kommt, weil er sich auch mit dem Virus anstecken kann und Abstand halten muss“, sagt Lantenhammer. „Nur durch dieses konsequente Verhalten ist es möglich, die Ausbreitung von Corona zu verhindern.“

Typisch für den heiligen Nikolaus ist auch, dass er die guten und bösen Taten der Kinder aus seinem Goldenen Buch vorliest. „Das müssen in diesem Jahr auch die Eltern übernehmen“, so der JU-Vorsitzende. „Aber der Nikolaus sieht ja bekanntlich alles. Deswegen können das Mama und Papa in seinem Namen vorlesen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

„Tradition soll nicht auf der Strecke bleiben“

Lantenhammer ist an der Aktion wichtig, dass den Kindern der Bezug zum Nikolaus nicht verloren geht. „Es ist gut, wenn er trotzdem kommt und den Kindern eine Freude macht. Die Tradition soll nicht auf der Strecke bleiben.“

Die Nikolaus-Aktion der Jungen Union Kochel ist schon seit Jahren beliebt und wird gut angenommen. „Eigentlich haben wir unseren Stamm, diese Familien fragen jedes Jahr an. Aber auch Kindergärten wollen vom Nikolaus besucht werden. Heuer ist die Nachfrage genau so da wie sonst auch. Das zeigt uns, dass es gut ankommt.“

Anmeldung bis Freitag

Dass Lantenhammer und seine Nikolaus-Kollegen heuer erneut einen Besuch in abgespeckter Form organisieren müssen, findet der 31-Jährige schade. „Das ist einfach eine Erfahrung, die fehlt, wenn man die leuchtenden Kinderaugen nicht sieht.“ Auch das Persönliche fehle ihm, besonders in dieser Zeit. „Aber wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder anders wird.“ Übrigens: Alle Nikoläuse unterziehen sich vor dem Nikolausdienst einem Coronatest. Denn: „Selbst der Nikolaus ist vor Corona nicht gefeit.“

Für Nikolaus-Besuche können sich Eltern unter den Telefonnummern 0 88 57/6 98 77 20 oder 01 60/90 20 93 03 (auch gerne per Whatsapp) bis spätestens Freitag, 3. Dezember, melden, um alle weiteren Details abzustimmen. Die Organisatoren der JU Kochel bitten die Eltern um Beachtung, dass der Dienst am 5. Dezember nur in der Zeit von 17 Uhr bis 20 Uhr angeboten wird.

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