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In der Kochler Pfarrkirche St. Michael hielt Pater Heiner Heim den Trauergottesdienst, bevor Johann und Georg Schwaiger im Familiengrab auf dem Kochler Friedhof beigesetzt wurden. 

Gebirgsschützen

Doppelbegräbnis: Das Loisachtal erweist Vater und Sohn die letzte Ehre

Das Loisachtal nahm Abschied von Johann und Georg Schwaiger. Vater und Sohn wurden am Samstag gemeinsam beerdigt.

Kochel am See – „Ein Schützenherz hat aufgehört zu schlagen“, pflegte Johann Schwaiger gerne zu sagen, wenn er einem verstorbenen Schützenkameraden im Namen aller Gebirgsschützen am Grab die letzte Ehre erwies. Nun war es sein eigenes Herz, das zu schlagen aufgehört hatte, und zur Erschütterung aller Angehörigen und des großen Bekanntenkreises auch noch das Herz seines Sohnes, das nicht mehr funktionieren wollte. Am Samstag wurdenJohann und Georg Schwaiger unter großer Anteilnahme auf dem Kochler Friedhof gemeinsam zu Grabe getragen.

„Es ist ein besonderer Tag und ein besonderes Ereignis, das uns heute hier zusammenkommen lässt“, umschrieb Pfarrer Pater Heiner Heim beim Trauergottesdienst in der St.-Michaels-Kirche den Anlass der zweifachen Trauerfeier. Johann Schwaiger habe im Alter von 84 Jahren ein reiches und langes Leben vollendet und sei im Seniorenheim „Seehof“ friedlich eingeschlafen.

Kochel nimmt Abschied von Johann und Georg Schwaiger

 Anders dagegen habe es nur zwei Tage später seinen Sohn Georg aus dem Leben gerissen: Der 61-Jährige war auf dem Weg zu seinem ehrenamtlichen Einsatz als Streckenposten bei der nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld nahe dem dortigen Bahnhof zusammengebrochen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche und der Einlieferung in ein Innsbrucker Krankenhaus konnte er nicht gerettet werden.

Fahnenabordnungen vieler Vereine

Beide Verstorbenen waren über Jahrzehnte hinweg nicht nur Mitglieder in verschiedenen Ortsvereinen, sondern vor allem den Gebirgsschützen eng verbunden. Für Hans Schwaigers große Verdienste und „seine kameradschaftliche bodenständige Art“ während seiner früheren Tätigkeit auf Ebene der Landeshauptmannschaft des Bunds der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und auch als Mitglied der Antlaßschützenkompanie Benediktbeuern-Ried, der er 48 Jahre angehörte, sagten Landeshauptmann Martin Haberfellner und Michael Waldherr als Vorstand der Beurer Kompanie ein Vergelt’s Gott am offenen Grab.

Eine besondere Mission sei in der damaligen Zeit auch die Festigung der Freundschaft mit den Tiroler und Südtiroler Schützenbündnissen gewesen, so Haberfellner. „Der Hans hat Heimat gelebt, gestaltet und erhalten.“ Mehr als 40 Jahre währte zudem die Treue des einstigen Fuhrunternehmers zum Walchenseer Trachtenverein „Fahrnbergler“, wie dessen Vorstand Constantin Lutz in Erinnerung rief.

Mit ähnlicher Leidenschaft wie sein Vater hatte sich Georg Schwaiger bei der Kochler Kompanie, 18 Jahre als stellvertretender Loisachgau-Hauptmann und 48 Jahre bei der Kochler Musikkapelle engagiert. Als Sprecher würdigten Stephan Schmid, Josef Seemüller und Florian Strys die Verdienste und Persönlichkeit des so unerwartet Verstorbenen ebenso wie Josef Scheifler namens des örtlichen Veteranen- und Reservistenvereins.

Während den Gottesdienst in der Pfarrkirche die Benediktbeurer Musikkapelle und die Waakirchner Sänger mit dem Andachtsjodler und dem Lied von der „Fahne weiß-blau“ klangvoll gestalteten, führten den Trauerzug auf dem Friedhof mit einer langen Reihe von Fahnenabordnungen die Musikensembles von Kochel am See und Benediktbeuern gemeinsam an. Zum Schluss der Zeremonie intonierten die Kochler und die Benediktbeurer Blasmusik den schneidigen Laridah-Marsch – wie es sich Hans Schwaiger zu Lebzeiten gewünscht hatte.

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