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Mit der Zahl der Badegäste sei man „ganz zufrieden“, sagt Betriebsleiterin Angela Schainost. „Aber die Zahlen lassen sich noch steigern.“

Ein Jahr Kristall-Therme am Kochelsee

260 000 Besucher im ersten Jahr

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Seit einem Jahr ist das neue „Kristall-Trimini“ in Kochel in Betrieb. Rund 260 000 Badegäste haben die Therme seither besucht. Die Verantwortlichen sind mit den vergangenen zwölf Monaten zufrieden.

Kochel am See– Vor gut einem Jahr, genauer gesagt am 27. März 2017, wurde im neuen Trimini der erste Gast begrüßt. Ende April folgte die offizielle Einweihung mit Ilse Aigner, damals noch Wirtschaftsministerin, und Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein, heute Aufsichtsratsvorsitzender der Kristallbäder AG. Seither haben 260 000 Gäste die Therme in Kochel besucht. „Wir sind ganz zufrieden, aber die Zahlen lassen sich noch steigern“, sagt Betriebsleiterin Angela Schainost.

Die Besucher kommen vor allem aus der Region und aus dem Süden Münchens sowie aus dem Innsbrucker Raum und dem westlichen Werdenfelser Land, bis quasi das nächste Einzugsgebiet der Kristalltherme in Schwangau beginnt. „In den Ferienmonaten kommen auch sehr viele Urlauber“, berichtet Schainost. Im Vergleich zu den anderen Bädern der Kristallbäder-AG, habe man in Kochel bezogen auf den Sauna-Bereich das jüngste Publikum. Die Besucher sind durchschnittlich zwischen 40 und 45 Jahre alt.

Zahlreiche Sonderaktionen haben das neue Trimini in den vergangenen Monaten überregional bekannt gemacht. Schon zweimal war der mehrmalige Saunaaufguss-Weltmeister Rob Keijzer aus Holland in Kochel zu Gast und beeindruckte die Gäste. Seine Aufgüsse sind kleine Shows zu einem bestimmten Motto. Im Februar fanden die „Sauna-Masters Freestyle“ statt – ein Wettkampf, in dem acht Aufguss-Meister aus ganz Europa um den Titel kämpften (wir berichteten). „Solche Events kommen sehr gut an, wir hatten auch viele Fachbesucher unter den Gästen“, sagt Schainost und meint damit zum Beispiel Mitarbeiter anderer Thermen. Auch das Sommerfest und eine Sonnwendfeier waren sehr gut besucht.

Auf Umfrage-Zetteln können sich die Gäste äußern, was ihnen besonders gut gefällt und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. „Die meisten Gäste sind sehr zufrieden, loben das freundliche Personal und die Qualität der Aufgüsse“, berichtet Schainost. Zudem wüssten viele Besuchher zu schätzen, dass man in der Therme „alles in Ruhe genießen“ könne. „Wir sind stolz auf die vielen Stammgäste“, sagt Schainost. Diskussionen hingegen gebe es gelegentlich über die Tatsache, dass man den Sauna-Bereich mittwochs und sonntags, also an den Familientagen, auch mit Badebekleidung betreten dürfe. „Aber daran werden wir nichts ändern“, sagt die Betriebsleiterin.

Klagen über den anfangs viel diskutierten Eintrittspreis höre man jetzt hingegen kaum noch, sagt Schainost. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 41,50 Euro. Es gibt allerdings immer wieder Aktionen, etwa „14 zu 10“, also zehnmal bezahlen und 14 Eintritte bekommen. „Das kommt sehr gut an.“

Seit Eröffnung laufe im Bad technisch alles einwandfrei, sagt die Betriebsleiterin. Handlungsbedarf habe man einzig bei den Öffnungszeiten gesehen: Seit Dezember wird morgens später aufgesperrt, dafür ist abends länger geöffnet. Die Therme hat montags bis donnerstags von 10 bis 23 Uhr, freitags von 10 bis 24 Uhr, samstags von 9 bis 24 Uhr und sonntags von 9 bis 23 Uhr geöffnet. „Unter der Woche hatte wir nur wenige Besucher zwischen 9 und 10 Uhr am Vormittag“, sagt Schainost. Mit den längeren Öffnungszeiten am Abend wollte man Besuchern entgegenkommen, die nach Feierabend noch in die Therme möchten und dafür eine längere Anfahrt in Kauf nahmen. „Das ist sinnvoll, den Gästen abends noch mehr Zeit zu geben.“

Das neue Trimini hat derzeit 80 Angestellte. Laut Schainost werden in allen Bereichen noch Mitarbeiter gesucht. Derzeit wird das Areal fit für den Sommer gemacht, sprich die Außenanlagen werden hergerichtet. Zudem wird das Rutschenlandebecken erneuert.

Auch heuer wird es im Trimini besondere Veranstaltungen geben, etwa wieder mit bekannten Sauna-Meistern. Auch ein „Movie-Abend“, bei dem alles rund um Filme und deren Musik im Mittelpunkt steht, ist in Planung ebenso wie „Rock in Kochel“. Zur Fußball-WM im Sommer will man sich etwas Passendes einfallen lassen, etwa ein Verwöhnprogramm für Damen und TV-Bildschirme für die Herren.

Zudem werden bekannte Formate fortgesetzt, etwa das „romantische Vollmondschwimmen“ einmal im Monat, kündigt Schainost an: „An diesen Abenden sind Teile der Therme mit Kerzen erleuchtet. Das ist sehr beliebt.“

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