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Symbolbild

Einbrüche in Kochel

Augen auf, Fenster zu

Kochel am See –  Nach den vier Einbrüchen in den vergangenen Tagen ist die Kochler Polizei sensibilisiert. Sie bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit – und verstärkt die Präsenz.

 „Kochel ist nach wie vor sicher“, erklärt Steffen Wiedemann. Der Leiter der Kochler Polizeidienststelle ist überzeugt: „Wir haben es hier nicht mit einer Einbruchserie zu tun.“ Es bestehe kein Grund zur Panik. Der Polizeihauptkommissar ist sich aber auch sicher: „Wir haben es mit verschiedenen Tätern zu tun.“ Die ersten drei Einbrüche dürften dem gleichen Täter zuzuschreiben sein. „Das war kein großer überörtlicher Einbrecher“, glaubt Wiedemann.

Steffen WiedemannLeiter derPolizeistation Kochel am See

Anders sei die Sachlage bei dem Vorfall in der Nacht zum Dienstag, als bei einem Einbruch in eine Gaststätte ein Spielautomat aufgebrochen wurde. Dabei entwendeten der oder die Täter 2000 Euro Bargeld und einige Flaschen Spirituosen (wir haben berichtet). „Dieser Einbruch wurde professionell durchgeführt“, so Wiedemann. „Die Täter haben ganz spezielles Werkzeug eingesetzt.“

Während die Ermittlungen andauern, hat die Kochler Polizei die Nachbardienststellen informiert. „Die Kollegen sind sensibilisiert“, sagt Wiedemann. Der in und um Kochel übliche Streifendienst werde beibehalten. Auch wenn kein konkreter Anlass für eine Überwachung bestehe, werde man die Streifen gegebenenfalls in verstärktem Umfang einsetzen. Sollte es zu einem neuerlichen Einbruch kommen, will Wiedemann „schnell und konsequent handeln“.

Vorerst aber ruft er die Kochler Bevölkerung zu verstärkter Wachsamkeit auf. „Die Leute sollten auch tagsüber die Augen offen halten“, sagt er. „Wenn man den Eindruck hat, Fremde schleichen ums Haus und peilen die Lage, dann sollte man keine Scheu haben und die Polizei anrufen.“ Auch verdächtige Fahrzeuge sollte man melden. „Wir klären das dann ab“, versichert Wiedemann.

Den Hausbesitzern und Geschäftsinhabern rät der Kochler Dienststellenleiter: „Machen Sie es den Dieben nicht zu leicht.“ Ein gekipptes Fenster sei nämlich im Nu geöffnet. Man sollte das eigene Wohn- beziehungsweise Geschäftsobjekt von Zeit zu Zeit kritisch unter die Lupe nehmen. „Machen Sie die Schließkontrolle“, sagt Wiedemann. Je schwieriger ein Einbruch zu bewerkstelligen sei, um so eher werde der Täter das Weite suchen. Denn jeder Einbrecher wolle möglichst schnell an seine Beute kommen.

Es gibt laut Wiedemann viele Möglichkeiten sein Hab und Gut zu schützen. „Das reicht von verstärkten Türbeschlägen bis hin zu Alarmanlagen.“ Auch Sicherheitsschlösser, Gitter und spezielle Verglasungen kämen in Frage. Wer sich Sorgen um den Sicherheitszustand seines Anwesens mache, könne die kriminalpolizeiliche Fachberatung bei der Kripo Weilheim einschalten (Telefon 08 81/64 00). Nach einer Terminvereinbarung komme ein geschulter Fachberater ins Haus und gebe den Besitzern seine Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit. „Da kann man eine Menge tun.“

Aber auch das muss laut Wiedemann jedem bewusst sein: „Es gibt keine absolute Sicherheit.“

Alois Ostler

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