Per Hubschrauber wurde am Montag ein Wanderer gerettet, der sich im Graseck-Sonnenspitz-Gebiet verstiegen hatte.
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Per Hubschrauber wurde am Montag ein Wanderer gerettet, der sich im Graseck-Sonnenspitz-Gebiet verstiegen hatte.

Rettungs-Aktion

Einsatz für die Kochler Bergwacht: Wanderer sitzt in Felsnische fest

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Die Bergwacht Kochel hat am Montagnachmittag einen Wanderer gerettet, der sich im Graseck-Sonnenspitz-Gebiet verstiegen hatte. Das berichtet Bereitschaftsleiter Toni Geiger.

Kochel am See- Der Mann, ein 40-Jähriger aus dem Münchner Raum, war vom Parkplatz der Firma Dorst mit Ziel Sonnenspitz losgegangen. Anfangs nahm er noch den Wanderweg, dann ging er jedoch querfeldein nach oben. Deshalb geriet er in extrem steiles Schrofengelände, in dem er dann weder vor- noch zurückkam, so Geiger.

Hubschrauber mit Winde kam zum Einsatz

Der Mann setzte einen Notruf an die Leitstelle ab, die wiederum die Bergwacht Kochel alarmierte. Fünf Mitglieder rückten aus und nahmen zuerst Kontakt mit dem Wanderer auf. Als klar war, wo er sich genau befand, forderte der Einsatzleiter einen Hubschrauber mit Winde an, berichtet der Bereitschaftsleiter. Der Hubschrauber nahm zwei Bergwachtler an der Rettungswache auf und setzte sie in der Nähe des Wanderers mit der Winde ab. Die Retter stiegen gesichert zu dem Mann ab und sicherten diesen ebenfalls mit Seil und Sitzgurt. Anschließend wurde der Wanderer vom Rettungshubschrauber mit der Winde aus dem Schrofengelände geborgen.

Einsatz in schwierigem Terrain

Geiger berichtet von schwierigem Terrain. „Dort ist es sehr steil, und der Mann befand sich in einer Felsnische.“ Als der Wanderer in Sicherheit war, flog der Helikopter erneut in das Gebiet, um die beiden Bergwachtler wieder mit der Winde aufzulesen und ebenfalls in Tal zu bringen. Der Wanderer wurde nicht verletzt und fuhr wieder selbstständig nach Hause. Die Bergwacht Kochel berichtet von geübten routinierten Abläufen mit der Hubschrauber-Besatzung, auch unter Corona-Bedingungen. Nach drei Stunden war der Einsatz beendet.  

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